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Dr. Christine Allen

Streitende Liebende

Dr. Christine Allen ist Bloggerin bei gesund.at. (Elisabeth Mondl)
Mein Mann bezeichnet sich und mich als "harmoniebedürftig", weil wir kaum streiten, und wenn, ist es eher kein Streit sondern ein "sich-Anschweigen".

Na, das kann man nicht über ein mit mir verwandtes Pärchen (ein Teil ist mit mir verwandt) sagen. Wir hatten vor kurzem das Vergnügen miteinander auf Urlaub zu sein. Also ich sage Ihnen, wir zwei Harmoniebedürftigen hatten es schwer: die stritten wegen der kleinsten Kleinigkeit. Aber nicht nur das, der männliche Teil ist "unvergnüglich" untergriffig (er piesackt sie mit entwertenden Meinungen), das kann dann so enden, dass sie weint oder fast davon läuft. Mit einem Wort, diese Urlaubswoche war keinesfalls fad, eher aufregend von einer Art, die ich nicht unbedingt benötige.

Wertschätzung trotz Streit

Aber abgesehen davon, dass ich beide Teile des Pärchens schätze und liebe, lieben die beiden einander sehr. Wie ist das möglich? Wie kann jemand täglich auf das heftigste streiten und trotzdem von sich behaupten, dass man sich liebt und, es ist kaum zu glauben, schätzt?! Ich kenne das noch von einem weiteren mit mir verwandten Paar. Über deren Streitereien sagte der weibliche Part einmal, als der Mann sehr krank war: "Gestern haben wir zum ersten Mal wieder gestritten, das hat richtig gut getan, ich glaube er wird wieder gesund."

So gibt es also Paare, die viel streiten, sich innigst lieben, aber schwer anzuhören sind. Aber natürlich gibt es auch Paare die viel streiten, sich aber nicht mehr lieben und entwerten, nur mit denen fahre ich sicher nicht auf Urlaub.

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