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Dr. Christine Allen

Ängste dürfen sein

Dr. Christine Allen ist Bloggerin bei gesund.at. (Elisabeth Mondl)
Psyche: Die gesund.at-Bloggerin Dr. Christine Allen bloggt in dieser Woche über Gedanken, die Angst machen und einengen.

Ich hoffe, Sie kennen das Gefühl der Angst? Angst ist wichtig. Sie hilft uns, Gefahren einzuschätzen, uns nicht zu gefährden. Aber Angst kann sich selbstständig machen, uns wie in einem Käfig gefangen halten. Es gibt Menschen, die vor Angst nicht außer Haus gehen können. Die sich nicht duschen können, ohne dass eine vertraute Person im Badezimmer anwesend ist. Sie haben solche Angst, dass ein Fremder ins Badezimmer kommen könnte, dass Duschen zu einer Mutprobe wird, die sie nicht bestehen.

Gedanken, die Angst machen und einengen

Das befremdet Sie? Diese Menschen sollten sich zusammenreißen? Hmm, das klappt leider nicht, das Zusammenreißen. Für uns Gesunde ist es fast nicht zu verstehen, wie ein Mensch sich von seinen eigenen Gedanken so einengen lassen kann. Dazu gibt es zahllose wissenschaftliche Untersuchungen, aber darum geht es hier nicht. Der Punkt ist für mich ein anderer: Wie können wir verstehen, dass jemand etwas nicht kann, das uns so leicht fällt? Dass jemand unüberwindliche Angst vor einer Sache hat, die wir nicht einmal als minimale Herausforderung wahrnehmen?

Meine Antwort: Wir müssen es nicht verstehen. Bemühen wir uns darum, es zu akzeptieren. Lernen wir, das Unverständliche anzunehmen. Dass es einfach so ist. Das ist oft das Schwerste. Und es kann Angst machen, wenn wir uns öffnen für Dinge, die unser Verstand nicht einordnen kann.

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