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Zitronensaft hält Viren in Schach

Zitrone platscht ins Wasser
Zitronensaft kann das Eindringen von Noroviren in den Körper bremsen. (Jag_cz - Fotolia.com)

Heftiger Durchfall und Erbrechen: Oft sind Noroviren schuld daran, der Saft von Zitronen kann helfen eine Infektion zu vermeiden.

Sie sind besonders in Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern gefürchtet: Noroviren sind hochansteckende Erreger, die heftige Magen-Darmbeschwerden auslösen können. Übertragen werden sie durch Händeschütteln oder verunreinigte Lebensmitteln. Das Einreiben der Hände mit Zitronensaft könnte das Eindringen der Erreger in die Körperzellen verhindern, wie eine Studie der Universität Heidelberg (D) zeigt.

Säure bindet Virus

Die Forscher stellten fest, dass die Viruspartikel bei einer Citrat-Bindung - aus Zitronensaft oder aus citrathaltigen Desinfektionsmitteln - ihre Gestalt verändern. Das Citrat bindet genau an der Stelle, an der das Virus beim Infektionsvorgang auf die Körperzellen trifft. Somit ist der Kontakt zur Zelle blockiert, das Virus kann nicht eindringen.

Die deutschen Virologen schätzen, dass die Citratmenge vom Saft einer Zitrone ausreichen könnte, um beispielsweise beim Händewaschen die Hände von den Viren zu befreien. Weitere Untersuchungen sind im Laufen, ob Zitronensäure auch bei bereits erfolgter Norovirus-Infektion die Symptome lindern kann.

Quellen

  • Treatment of norovirus particles with citrate, A.D. Koromyslova et al. In: Virology, doi: 10.1016, 2015 August

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