Willensstark bei Essverhalten: 8 Tipps

Frau entscheidet sich zwischen Apfel und Cupcake
Mit mehr Willensstärke fällt die richtige Ess-Entscheidung gleich viel leichter! (Kalim - Fotolia.com)

Mehr Gemüse, weniger Kekse - wer kennt sie nicht, die guten Vorsätze für das Essverhalten? Umsetzen können wir diese aber nur mit ausreichend Willensstärke. 8 Tipps, für mehr Willenskraft.

Essen ist ein sehr emotionsgesteuertes Thema: Wenn wir uns nicht gut fühlen, ist es auch um unsere Vorsätze schnell geschehen. Deshalb ist eine Strategie wichtig, um gezielt das zu stärken, was uns nicht schwach werden lässt: Die Willensstärke. Dann gelingt es auch einfacher, unsere Vorsätze in Bezug auf gesunde Ernährung in die Tat umzusetzen und Versuchungen zu widerstehen. Dabei hilft, sich die Konsequenzen von Ess-Entscheidungen vor Augen zu führen, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten und vieles mehr - spielend einfach mit diesen Willensstärke-Tipps.

Willensstärke-Tipp 1: Konsequenzen verdeutlichen

Ein Problem von Ess-Zielen besteht darin, dass Fehlentscheidungen nicht sofort sichtbar werden. Wenn wir jetzt eine Tafel Schokolade essen, sind wir nicht sofort übergewichtig oder bekommen Diabetes. Selbst am nächsten Tag macht sich eine Gewichtszunahme oft noch nicht auf der Waage bemerkbar. Treffen wir jedoch wiederholt Fehlentscheidungen, hat das langfristig gravierende Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Deshalb stärkt es die Willenskraft, sich diese Konsequenzen bildlich vor Augen zu führen.

Willensstärke-Tipp 2: "Willensstarkes" Essen wählen

Untersuchungen zeigen: Ist unser Blutzucker instabil, ist es um unsere Willenskraft besonders schlimm bestellt. Befindet sich der Blutzuckerspiegel im Keller, steigt die Chance, dass wir "versehentlich" zu ungesunden Snacks greifen. Wählen Sie deshalb bewusst Nahrungsmittel mit einem niedrigen Glykämischen Index, um starke Schwankungen zu vermeiden. Gemüse, Lebensmittel mit viel Eiweiß oder gesunden Fettsäuren eigenen sich dafür gut. Zucker, Weißmehl-Nudeln und geschälter Reis sind dahingegen besonders "gefährlich" für unsere Willenskraft.

Willensstärke-Tipp 3: Vorsätze formulieren

Willensstärke ist wichtig, aber welches Ziel wollen Sie erreichen? Vage Vorsätze wie "gesünder essen" oder "weniger naschen" sind wenig hilfreich - wenn Sie hungrig im Supermarkt stehen, findet Ihr Unterbewusstsein bestimmt einen guten Grund, warum Sie jetzt gerade zum Schokoriegel greifen sollten. Besser konkrete Vorsätze festhalten: "Ich möchte 4 Salate pro Woche Essen" und "Ich nasche nur montags, und zwar eine halbe Tafel Schokolade".

Willensstärke-Tipp 4: Gefahren-Zonen erkennen

Beobachten Sie Ihr Essverhalten. Wann gelingt es Ihnen besonders gut und wann gar nicht, sich an Ihre Ernährungsvorsätze zu halten? Lösen beispielsweise Müdigkeit, Frustration oder Stress eine unkontrollierte Essattacke aus? In welchen Situationen neigen Sie besonders zu solchen negativen Gefühlen? Oft reicht es schon, sich "Gefahren-Zonen" bewusst zu machen. Das nächste Mal, wenn Sie erschöpft aus der Arbeit kommen, wissen Sie, dass Ihnen nicht viel Willenskraft zur Verfügung steht. So erkennen Sie den Zusammenhang zwischen Gefühlen und Essbedürfnis, um dadurch eine bessere Entscheidung treffen zu können.

Willensstärke-Tipp 5: Ersatzhandlung überlegen

Was machen Sie in einer Situation, in der es Ihnen schwer fällt, Schokolade und Chips zu widerstehen? Es kommt auf den Schlüsselreiz (Trigger) an: Wenn sie ungesund essen, weil Sie sich einsam oder traurig fühlen, rufen Sie das nächste Mal stattdessen einen Freund an, dem Sie vertrauen. Wer aus Langeweile (ungesund) isst, könnte eine Runde spazieren gehen oder ein lustiges YouTube-Video anschauen. Die richtige Ersatzhandlung kann die Willenskraft massiv stärken.

Willensstärke-Tipp 6: Belohnungen festhalten

Viele von uns essen - ob bewusst oder unbewusst - um uns für etwas zu belohnen oder zu entschädigen. Wir hätten es "verdient", nach einer stressigen Woche auf der Couch zu sitzen und eine Pizza zu bestellen, sagen wir uns dann. Um willensstark zu bleiben, benötigen wir dafür Ersatz. Statt Essen als Belohnung zu verwenden, belohnen Sie sich für Willensstärke bei Ess-Entscheidungen! Gönnen Sie sich z.B. eine Massage, wenn Sie eine Woche lang täglich Obst und Gemüse gegessen, oder einen Urlaub, nachdem Sie einen Monat auf Süßigkeiten verzichtet haben.

Willensstärke-Tipp 7: Team suchen

Gemeinschaft schafft Willensstärke. Suchen Sie sich deshalb ein persönliches Unterstützungs-Team, an das Sie sich vertrauensvoll wenden können, wenn Ihre Willensstärke einmal nachlässt. Wenn Sie im Freundeskreis oder in der Familie niemanden haben, der Ihnen den Rücken stärkt, können auch Online-Communities helfen. Apps wie z.B. Kilocoach bieten fachliche Unterstützung für Abnehm-Willige und Austausch mit anderen, die dasselbe Ziel verfolgen.

Willensstärke-Tipp 8: Sich mehr zutrauen

Willensstärke und Selbstvertrauen sind eng miteinander verbunden. Wer von sich denkt, Versuchungen widerstehen zu können, schafft das in Krisensituationen auch viel eher. Andere können Ihre Essgewohnheiten verändern, warum sollte Ihnen das nicht gelingen? Geben Sie sich selbst einen Vertrauensvorschuss und glauben daran, willensstark sein zu können. Das alleine kann schon helfen, die Realität im eigenen Sinne zu gestalten!

Quellen

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