Weniger Salz, längeres Leben

ein Salzstreuer wurde umgeworfen, Salz liegt verstreut über eine braune Fläche, umgeben von Karotten, Fisolen und Brokkoli
Mehr Gemüse, weniger Salz wirken sich positiv auf den Blutdruck aus. (Africa Studio - Fotolia.com)
Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters Bluthochdruck

Wer weniger salzt, wird auch seltener krank: Zuviel Salz erhöht den Blutdruck und damit das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einer aktuellen Aussendung warnt.

Derzeit nehmen wir durchschnittlich zehn Gramm Salz pro Tag zu uns - das ist etwa doppelt so viel, wie von der WHO empfohlen wird. Zuviel Salz lässt uns regelrecht austrocknen, da es das Wasser aus den Zellen zieht. Die Blutgefäße verengen sich, der Blutdruck steigt und damit auch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Bei einer "Überdosis" Salz entstehen Wasseransammlungen im Gewebe, bei sehr hohen Dosen Salz kann das im schlimmsten Fall nach wenigen Stunden zum Atem- oder Herzstillstand führen.

Salz als Flüssigkeitsregler

Andererseits ist Salz in geringer Dosis für den Organismus sehr wichtig - 3 Gramm pro Tag sind völlig ausreichend, das entspricht einem kleinen Teelöffel. Das kristalline Element sorgt für einen ausgewogenen Flüssigkeitsdruck in den Körperzellen, beeinflusst den Blutkreislauf positiv, ist an der Reizweiterleitung in den Nervenzellen beteiligt und unterstützt den Knochenaufbau. Salz (Natrium) wird auch über Schweiß ausgeschieden, Sportler die viel schwitzen, müssen darauf achten, den Flüssigkeitsregulator Natrium über isotonische Getränke wieder zuzuführen.

Wo ist Salz enthalten?

Nur ein geringer Teil stammt aus dem Salzstreuer, vielmehr verstecken sich rund 80% des Salzes in Lebensmitteln. Besonders salzhaltig sind:

  • Brot und Backwaren
  • Fleisch- und Wurstwaren
  • Käse
  • Fertiggerichte
  • Soßen
  • Knabbergebäck

Die tägliche Reduzierung von Kochsalz auf zumindest 6 Gramm bringt deutlich positive Auswirkungen auf die Gesundheit: Wer zu hohem Blutdruck neigt, hat gute Chancen ihn durch salzarme Ernährung, Abnehmen und mehr Bewegung wieder zu normalisieren.

Tipps zur Salzreduktion

Wie lässt sich nun Salz einsparen?

  • Bei Lebensmitteln ist oft auch der Natriumgehalt angegeben, besonders bei Wurst, Käse, Geräuchertem und Saucen darauf achten
  • Fertigprodukte enthalten viel Salz, frische Lebensmittel sind eine Alternative
  • Mit Kräutern würzen bringt Abwechslung in die Küche und hilft Salz sparen
  • Wenn überhaupt nur sparsam nachsalzen

Eine Untersuchung von Naturvölkern in Brasilien, Kenia und Papua-Neuguinea hat gezeigt, dass diese weniger als 3 Gramm Salz täglich zu sich nehmen. Angehörige dieser Naturvölker erkranken praktisch nie an Bluthochdruck.

Quellen

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