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Neue Form von Weizenallergie

Brot, Nudeln, Wiezenprodukte
Eine neue Form der Weizenallergie tritt gemeinsam mit körperlicher Anstrengung oder Stress auf. (evgenia sh - Fotolia.com)

Wer nach körperlicher Anstrengung Hautreaktionen entwickelt, könnte an einer speziellen Form von Weizenallergie leiden.

Besonders Sportler, die vor dem Fitnessprogramm Weizenprodukte verzehren und sich dann körperlich verausgaben, berichten von Jucken, Rötungen und Quaddeln auf der Haut bzw. über Niesattacken bis hin zur Atemnot. Dieses Phänomen wird "WDEIA" (Wheat Dependent Exercise Induced Anaphylaxis) genannt: eine ernährungsabhängige, durch Anstrengung oder auch Stress herbeigeführte, allergische Reaktion. Die spezielle Form der Weizenallergie ist allerdings von der klassischen Weizenallergie bzw. der Zöliakie zu unterscheiden.

Verschiedene Allergien bzw. Intoleranzen

In Verbindung mit Weizen gibt es verschiedene Formen der Allergie bzw. der Lebensmittelintoleranz:

  • Klassische Form der Weizenallergie: Sie trifft vor allem Kinder und löst v.a. Atemwegs- und Hautreaktionen aus. Sehr oft reagieren Pollenallergiker, die auf Getreidepollen oder auch Gräserpollen reagieren, auf Weizenprodukte. Eine herkömmliche Weizenallergie ist bei Erwachsenen selten, meist kommt es zu Beschwerden im Magen-Darmbereich.
  • Die mit einem Trigger (Schlüsselreiz) verbundene Weizenallergie (WDEIA): Betroffene reagieren auf Weizenprodukte nur in Verbindung mit körperlicher Anstrengung, Alkohol oder Stress. Ohne diese sogenannten "Trigger" sprechen Allergiker auf die Weizeninhaltsstoffe nicht an - daher ist es auch so schwierig diese Form der Allergie rasch zu diagnostizieren.
  • Zöliakie: Das Klebereiweiß Gluten, das u. a. in Weizen, Roggen, Gerste und Hafer enthalten ist, löst bei empfindlichen Personen langfristig gesehen eine Schädigung der Dünndarmschleimhaut aus, dadurch kann der Darm keine Nährstoffe aufnehmen. Bei der Zöliakie können u.a. Mangelzustände, Beschwerden wie Bauchschmerzen, Verstopfung, Müdigkeit und Blähungen auftreten.

Auslöser einer Weizenallergie bzw. einer Intoleranz sind unterschiedliche Eiweißbestandteile wie Weizen-Albumin, Globulin und Klebereiweiß. Albumin und Globulin kommen hauptsächlich in der äußeren Schale des Korns vor, das Klebereiweiß im Mehlkörper. Verschiede Haut- und Blutuntersuchungen (Prick-Test, Antikörperuntersuchung vom Typ Immunglobulin-E) sowie verschiedene Formen von Diäten erleichtern die Diagnose.

Quellen

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