Weitere EU-Zulassung für Krebsmedikament

Bayer rechnet mit Spitzenumsätzen

Leverkusen (APA/Reuters) - Bayer darf sein Krebsmedikament Nexavar in Europa für ein weiteres Therapiefeld vermarkten. Die EU-Kommission gab Deutschlands größtem Arzneimittelhersteller jetzt grünes Licht zum Einsatz des Mittels gegen fortgeschrittenen Schilddrüsenkrebs, wie Bayer am Freitag (30.05.) mitteilte.

Nexavar ist bereits zur Behandlung von Nieren- sowie Leberkrebs in vielen Ländern auf dem Markt.
In den USA wurde das Präparat zur Behandlung von Schilddrüsenkrebs bereits Ende vergangenen Jahres zugelassen.
Bayer schätzt, dass Nexavar im Therapiefeld Schilddrüsenkrebs einmal Spitzenumsätze von rund 150 Mio. Euro einfahren könnte. Damit würde sich das Medikament in Richtung eines "Blockbusters" bewegen. So werden in der Fachwelt Präparate mit Milliardenumsätzen bezeichnet. 2013 setzte der Leverkusener Konzern mit Nexavar 771 Mio. Euro um. Nexavar war damit das fünftumsatzstärkste Präparat der Bayer-Pharmasparte.
Jedes Jahr erkranken Bayer zufolge rund 300.000 Menschen an Schilddrüsenkrebs - etwa 40.000 sterben daran. Fortgeschrittener Schilddrüsenkrebs ist schwer behandelbar und die Überlebenschancen sind gering. Das Bayer-Krebsmittel hemmt das Wachstum von Tumorzellen und greift darüber hinaus in die Gefäßneubildung ein, womit die Blutversorgung des Tumors unterdrückt wird.

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