Wehr Dich gegen Psoriasis!

Eingesperrt im Glaskasten: Eine mutige Aktion machte auf die Probleme Psoriasis-Betroffener aufmerksam. (Celgene Österreich)
Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters Schuppenflechte

Alleine in Österreich leiden circa 250.000 Personen unter Schuppenflechte (Psoriasis), mehr als 98% der Betroffenen fühlen sich durch die Krankheit emotional belastet. Die Kampagne "Wehr Dich gegen Psoriasis!" macht auf die Krankheit und das Leid von Psoriasis-Patienten aufmerksam.

Der Einfluss der Psoriasis auf das Leben der Erkrankten ist erschütternd vielseitig. Unangenehmer Juckreiz, ein erhöhtes Risiko für Begleiterkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck, aber vor allem auch Scham: 250.000 Österreicher haben tagtäglich mit diesen Symptomen und Folgen zu kämpfen. Als wäre das alleine nicht genug, haben die Betroffenen auch noch mit Mobbing und Ausgrenzung zu tun. Das "andere" äußere Erscheinungsbild von Haut und Nägeln sowie das vermehrte Hautschuppen wird von Außenstehenden leider oft als ansteckender Hautauschlag oder -pilz missinterpretiert. Ganze 94% der Psoriasis-Patienten geben deshalb an, dass ihr Sozialleben durch die Erkrankung beeinträchtigt sei.

Aufklärung tut Not

Die Verunsicherung ob der entzündeten Hautstellen löst oftmals einen Teufelskreis aus, der zunehmend zu Einsamkeit und Depression führen kann. Doch soweit muss es nicht kommen. Dafür macht sich die aktuelle Kampagne des Pharmaunternehmens "Celgene Österreich", der Patientenorganisation "PSO Austria" und der Selbsthilfegruppe "Forum Psoriasis" stark. "Wehr Dich gegen Psoriasis!" lautet der Titel der Aktion, die über Schuppenflechte aufklären möchte. Zum Auftakt wurde vor dem hochfrequentierten Einkaufszentrum "Wien Mitte – The Mall" ein eigens gefertigter Glaswürfel aufgestellt. Schauspieler zeigten darin die facettenreichen Alltagsprobleme und -folgen der Krankheit (siehe Video).

 

Wertvolle Online-Hilfe

Mit dem Hashtag #WehrDich gegen Psoriasis wollen die Organisatoren nicht nur die Gesellschaft, sondern vor allem auch die Betroffen selbst erreichen und diesen nahelegen regelmäßig den Hautarzt aufzusuchen, und sie wollen auf die verbesserten Behandlungsmöglichkeiten aufmerksam machen. Auf www.wehrdichgegenpsoriasis.at sind mehrere Tools zu finden, die Psoriasis-Patienten bei der Behandlung langfristig helfen können. Als Ausgangsbasis dient eine praktische Suchfunktion, mit welcher der nächstgelegene Hautarzt in Windeseile gefunden werden kann. Eine informative Übersicht zeigt, welche Fragen unbedingt an den Arzt gestellt werden sollten.

Anhaltspunkte für den Arzt

Besonders sinnvoll ist außerdem der online abrufbare Fragebogen zur Lebensqualität. Anhand zehn kurzer Fragen können Psoriasis-Patienten einstufen, wie stark die Erkrankung ihren Alltag beeinflusst. Über den ausgefüllten Fragebogen freut sich auch der Hautarzt, der damit wertvolle Anhaltspunkte für die medizinische Erstbeurteilung hat. So wird die Diagnose vereinfacht und die Behandlung kann noch besser auf die persönlichen Bedürfnisse des Betroffenen angepasst werden.

Weg mit den Vorurteilen

Bei einer schwerwiegenden Krankheit wie der Psoriasis ist auch das Umfeld immer voll gefordert. Jeder Einzelne in der Gesellschaft muss sich von unsinnigen Vorurteilen befreien, um der Stigmatisierung ein Ende zu setzen.

Das Wichtigste der Wehr-Dich-Kampagne zusammengefasst:

 

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Quellen

  • Pariser D et al., 2016. Journal of Dermatological Treatment, 27(1), pp.19–26.

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