Vorurteil: Erdäpfel machen dick

Vorurteil: Erdäpfel machen dick: Ein Stoffsack voller, roher Erdäpfel mit Schale.
Erdäpfel sind nur dann Dickmacher, wenn sie fettreich zubereitet werden. (mbongo - Fotolia.com)
Erdäpfel machen dick. Inwieweit stimmt dieser weit verbreitete Mythos? Bei Erdäpfeln entscheidet in erster Linie die Zubereitungsart darüber, ob sie als Dickmacher oder gesunder Energiespender gelten.

Der Erdapfel ist im Vergleich zu anderen kohlenhydrathaltigen Nahrungsmitteln - wie etwa Reis oder Nudeln - relativ kalorienarm. Viele meiden sie, weil sich der Mythos, wonach die darin enthaltenen Stärke (Kohlenhydrate) ein Dickmacher sein soll, hartnäckig hält. Dabei kommt der Erdapfel seinem schlechten Ruf nur dann nach, wenn er fettreich zubereitet wird: z.B. in Form von Chips oder Pommes. Ernährungswissenschaftern nach stellt das Kochen mitsamt der Schale die gesündeste Zubereitungsart dar.

Erdäpfel haben viel weniger Kalorien als Reis und Nudeln

Mit nur rund 70 Kilokalorien je 100g steckt im Erdapfel rund 5-mal weniger Energie als in Nudeln oder Reis. Problematisch wird es, wenn sie fettreich zubereitet wird. Chips etwa schlagen mit rund 530 Kilokalorien je 100g zu Buche. Auch die Angst vieler, aufgrund der im Erdapfel enthaltenen Kohlenhydrate zuzunehmen, entspricht der Wahrheit nur bedingt. So hat z.B. Fett mehr als doppelt so viele Kilokalorien wie die Stärke in den Kartoffeln.

Kalorientabelle (Kilokalorien je 100g) zum Vergleich

Erdäpfel (gekocht)

70 kcal

Chips

539 kcal

Pommes frites

290 kcal

Reis

347 kcal

Nudeln

360 kcal

Experten raten dazu, Erdäpfel immer mitsamt der Schale zu kochen oder sie alternativ in nur 4 Minuten in der Mikrowelle zuzubereiten. Warum mit Schale? Ganz einfach: In ihr befinden sich eine Menge Vitamine und Mineralstoffe.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Elisabeth Mondl
  • Erstellungsdatum

Quellen

  • Die große GU Nährwert Kalorien Tabelle, I. Elmadfa et al., GU Verlag, 3. Auflage, 2000/01, München.