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So klappen die Neujahrsvorsätze für 2015

So klappen Neujahrsvorsätze für 2015: Frau hebt motiviert die arme, vor ihr 2015
Vorsätze durchzuhalten gelingt nur den wenigsten. Mit den richtigen Strategien schaffen Sie es 2015! (Karin & Uwe Annas - Fotolia.com)

10 kg abnehmen, mehrmals die Woche Sport und mit Jahreswechsel keinen Zucker mehr essen: Bei Neujahrsvorsätzen wird die Latte oft so hoch gelegt, dass ein Einhalten so gut wie unmöglich ist. Lesen Sie hier wie Sie 2015 am Ball bleiben.

Gerade gesundheitliche Ziele nehmen bei den Plänen für das neue Jahr eine wichtige Stelle ein. In einer Umfrage gaben ganze 70 % der Österreicher an, sich Neujahrsvorsätze vorgenommen zu haben. Im Jänner verzeichnen Fitnesscenter deshalb auch eine deutliche Zunahme an Mitgliedschaften, doch schon wenige Wochen später tauchen viele vorerst Sportfreudige nicht mehr regelmäßig auf. Schuld daran ist nicht Unwilligkeit zur Veränderung: Vielmehr setzen sich viele Menschen falsche Ziele oder haben keine guten Strategien, um sie tatsächlich zu verwirklichen. Mit folgenden 11 Tipps setzen Sie sich für 2015 Ziele, die Sie das ganze Jahr über erfolgreich "durchziehen" können.

Tipp 1: Persönliche Prioritäten festlegen

Laut Psychologen nehmen sich Menschen Veränderungen mit dem Jahreswechsel vor, um Kontrolle über ihr Leben (wieder) zu erlangen. Mehr Neujahrsvorsätze vermitteln dabei gesteigerte Kontrolle, selbst wenn am Schluss kein einziger verwirklicht wird. Um die persönlichen Ziele erfolgreich umzusetzen, müssen bewusst Prioritäten festgelegt werden. Was ist Ihnen wirklich wichtig bzw. wichtig genug, um andere Dinge dafür zu opfern?

Stellen Sie sich dazu folgende Fragen:

  • Welcher Vorsatz hätte langfristig die größte positive Auswirkung auf mein Leben?
  • Welche Gewohnheit würde mich beruflich / privat / gesundheitlich am weitesten bringen?
  • Welcher vernachlässigte Vorsatz hätte langfristig (in 5, 10, 30 Jahren) die negativsten Auswirkungen für mich?

Tipp 2: Langfristig denken

Behalten Sie die langfristigen Konsequenzen im Blick, wenn Sie sich fragen, welche Vorsätze Vorrang haben. Nur wer für die ferne Zukunft mitplant und dementsprechend handelt, wird später auch wirklich so leben können, wie es den eigenen Wünschen entspricht.

Tipp 3: Unwichtige Ziele bewusst vernachlässigen

Nun wissen Sie, auf welche Ziele es wirklich ankommt. Der nächste Schritt ist einfach. Zweit- und drittrangige Ziele sollten Sie ganz bewusst von Ihrer Liste streichen! Selbstbetrug bringt nichts - Sie können unmöglich alles auf einmal erreichen, und das ist okay. Unwichtige Ziele aktiv zu streichen setzt Energie frei für das, was wirklich zählt. Konzentrieren Sie sich auf ein paar wenige, für Sie sehr wichtige Vorsätze, anstatt sich zu viel vorzunehmen.

Tipp 4: Fremdbestimmung vermeiden

Oft erreichen wir Ziele nicht, weil wir sie gar nicht für uns selbst gesetzt haben. Wünsche und Ziele des Partners, der besten Freundin oder der Eltern decken sich nicht immer mit den eigenen. Was wollen nur Sie also im Jahr 2015 für sich erreichen?

Tipp 5: Motive motivieren

Starke und eindeutige Motive begleiten Sie das ganze Jahr in der Verwirklichung Ihrer Vorsätze. Fragen Sie sich deshalb bewusst, warum Sie ein Ziel erreichen möchten und halten Sie dies schriftlich auf einer Liste fest. Vielleicht möchten Sie Ihre Gesundheit stärken, um so lange wie möglich für Ihre Familie da sein zu können? Oder Erkrankungen z.B. durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen vermeiden, die Ihre Eltern im Alter betreffen oder betroffen haben? Starke Motive geben Vorsätzen eine solide Basis.

Tipp 6: Ziele richtig formulieren

Im nächsten Schritt geht es darum, realistische Ziele zu formulieren. Gut formulierte Vorsätze klingen eher wie messbare Handlungsanweisungen, die schrittweise umgesetzt werden können.

"Möchte-Botschaften" werden zu "Werde-Botschaften" umformuliert:

SCHLECHT FORMULIERTES ZIEL

GUT UMSETZBARES ZIEL

"Ich möchte abnehmen."

"Ich werde 4 Mal pro Woche Salat zu Mittag essen, mir nur 1 Tafel Schokolade pro Woche gönnen und mich jeden Montag abwiegen."

"Ich möchte mehr Sport machen."

2Ich werde täglich zwei Stationen früher aus der Straßenbahn aussteigen und zu Fuß zum Büro gehen sowie am Mittwoch um 19h den Yoga-Kurs besuchen."

"Ich möchte mich gesünder ernähren."

"Ich werde jeden Tag zum Frühstück ein Stück Obst essen, in Restaurants Gemüse als Beilage wählen und Gemüsesticks mit Hummus statt Chips beim Filmeschauen naschen."

Tipp 7: Zeit finden

Zeit ist ein knappes Gut. Wenn Sie eine neue Gewohnheit beginnen möchten, müssten Sie stattdessen etwas anderes streichen bzw. reduzieren. Vielleicht können Sie auf Ihre Lieblings-Show im Fernsehen verzichten, um mehr Zeit für Sport zu finden oder etwas früher aufstehen, um sich ein gesundes Mittagessen fürs Büro vorzubereiten.

Tipp 8: Verbündete suchen

Gemeinsam sind Sie stark! Finden Sie in Familie und Freundeskreis oder über das Internet Menschen, die ähnliche Vorsätze umsetzen möchten. So können Sie sich gegenseitig motivieren, wenn ein Durchhänger kommt. Aber: wenn ein „Mitstreiter“ aufgibt, lassen Sie sich nicht demotivieren! Sie schaffen es zur Not auch alleine.

Tipp 9: Umsetzung vorbereiten

Was brauchen Sie, um im neuen Jahr losstarten zu können? Bereiten Sie sich rechtzeitig vor und schaffen Sie sich die Voraussetzungen, die Sie für den Erfolg brauchen. Wenn Sie laufen gehen möchten, benötigen Sie Laufschuhe; wollen Sie gesünder essen, sollte der Kühlschrank mit Gemüse und Obst gefüllt sein. Wenn Sie bereit sind, können Sie einfach loslegen.

Tipp 10: Kontrolltermine festsetzen

Woran können Sie ablesen, dass sie dabei sind Ihre Vorsätze Wirklichkeit werden zu lassen? Legen Sie von vornherein fest, anhand welcher Kriterien sich Ihr Erfolg messen lässt und halten Sie diese zu fixen Zeiten in Ihrem Kalender für das neue Jahr fest. So könnte am 1. Februar stehen: "Ich war im Jänner 8 Mal laufen", oder "Ich habe jeden Morgen 1 Stück Obst gegessen".

Tipp 11: Versagen miteinplanen

Fehler passieren auch bei den besten Vorsätzen. Rechnen Sie schon fix damit, kleine Teilziele nicht immer zu schaffen. Nehmen Sie sich aber gleichzeitig bewusst vor, Ihre Ziele trotzdem weiter zu verfolgen. Ein "Ganz-oder-gar-nicht-Denken" ist nicht förderlich. Besser: "Heute habe ich mehr Schokolade gegessen als geplant. Das macht nichts, morgen esse ich statt dessen wieder wie geplant Obst."

Quellen

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