Piloten haben doppeltes Hautkrebs-Risiko

Piloten haben doppeltes Hautkrebs-Risiko: Sonne scheint ins Flugzeug
Im Flugzeug ist die Sonneneinstrahlung intensiver und kann auf Dauer die Haut schädigen. (kantver - Fotolia.com)
Besonders Piloten und Kabinenpersonal haben im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen ein doppelt so hohes Risiko an Hautkrebs zu erkranken. Das hat jetzt eine Studie herausgefunden. Ärzte sehen die Ursache in den von den Wolken reflektierten UV-Strahlen.

Fliegen wird von vielen als angenehm empfunden. Die Nachricht von Hautspezialisten und Radiologen, wonach Vielflieger ein erhöhtes Hautkrebsrisiko aufweisen, dürfte das Freiheitsgefühl über den Wolken bei einigen aber schmälern. Personen, die im Flugzeug arbeiten, weisen demnach ein doppelt so hohes Hautkrebsrisiko auf, als jene, die sich ihre Brötchen auf dem Boden verdienen. Flugangst scheint also nicht die einzige Kehrseite des Fliegens zu sei.

Reflektierte UV-Strahlen schädigen die Haut

Die in der medizinischen Fachzeitschrift "Journal of the American Medical Association Dermatology" veröffentlichten Ergebnisse basieren auf der Auswertung von 19 Einzelstudien, die insgesamt 226.000 Personen umfassen. Als Hauptursache für das erhöhte Hautkrebsrisiko gelten demnach hoch konzentrierte UV-Strahlen in Flugzeugen, da dichte Wolkendecken 85 % davon reflektieren und die Belastung für die Haut folglich fast doppelt so hoch ist, als am Boden.

Die Zahl der Hautkrebsdiagnosen ist in den letzten Jahren generell um 20 % gestiegen, in Österreich gibt es jährlich 1.500 Betroffene - ein Beleg dafür, dass viele die Kraft der Sonne unterschätzen. Experten raten daher dringend zu einer dementsprechenden Hautpflege. Ein erst kürzlich durch die sozialen Medien gewandertes Video zeigt die Kraft der Sonne auf und weist Sonnenhungrige darauf hin, ihre Haut dementsprechend zu schützen.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Elisabeth Mondl
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