Mit Videospielen gegen Parkinson

Mit Videospielen gegen Parkinson: Frau spielt Wii
Spielen auf Konsolen fördert die geistigen Fähigkeiten bei Parkinson. (Light Impression - Fotolia.com)
Regelmäßige Bewegungsspiele auf einer Spielekonsole können Parkinson-Betroffenen bei der Besserung der Symptome helfen. Das fanden Forscher aus Basel im Rahmen einer mehrwöchigen Studie heraus.

Dabei braucht es keine speziell für Parkinsonerkrankte entwickelte Programme, sondern lediglich konzentriertes Spielen z.B. von Tischtennis oder Bogenschießen. Nach dem "Training" zeigten die Studienteilnehmer unter anderem eine positive Veränderung in der Konzentrationsfähigkeit. Die Wissenschafter des Unispitals Basel schließen daraus, dass die Beschäftigung mit Spielekonsolen  eine sinnvolle Therapie in Begleitung zur medikamentösen Behandlung darstellt, die den Betroffenen zusätzlich Spaß macht.

Spielekonsolen gleich gut wie Spezialprogramme

4 Wochen lang spielten die Testpersonen regelmäßig und mit vollem Körpereinsatz Bewegungsspiele mithilfe sogenannter Nunchucks. Das sind Fernbedienungen, welche die Bewegungen der Hände auf die Konsole übertragen und Interaktivität ermöglichen. 19 Teilnehmer beschäftigen sich mit den sportlichen Spielen, die Kontrollgruppe, bestehend aus 20 Probanden, trainierte mit einem ärztlichen Spezialprogramm.

Das Ergebnis ist erstaunlich: Die geistigen Fähigkeiten der Parkinsonkranken wurden durch virtuelles Tischtennis und Co. gleich gut gefördert wie durch extra für Patienten entwickelte Computerprogramme zur Verbesserung der Motorik und der kognitiven Leistungsfähigkeit.

Parkinson bedeutet mehr als zitternde Hände

Die Symptome von Parkinson beschränken sich nicht nur auf motorische Probleme, wie Zittern der Hände. Das von der Erkrankung angegriffene Gehirn verursacht auch Gedächtnis- und psychische Probleme, wie Aufmerksamkeitsstörungen, Halluzinationen oder Depressionen.

Die Bewegungsspiele auf der Konsole linderten nicht nur die Symptome , sondern hoben auch die Laune der Studienteilnehmer aufgrund des unterhaltenden Effekts. Die Forscher empfehlen daher Spielekonsolen als begleitende Therapieform zur üblichen Behandlung mit Medikamenten.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Elisabeth Mondl
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