Vermeidung von alltäglichen Chemikalien verringert Brustkrebsrisiko

Studie listet 17 potenzielle Stoffe auf

 Washington (APA/AFP) - Durch die Vermeidung einiger alltäglicher Chemikalien können Frauen nach Angaben von US-Forschern ihr Brustkrebsrisiko verringern.

In einer am Montag, dem 12.5.2014, in der Zeitschrift "Environmental Health Perspectives" veröffentlichten Studie listen die Autoren um Ruthann Rudel vom "Silent Spring Institute" 17 Stoffe auf, die bei Versuchsratten Brustkrebs auslösten und auch für Menschen gefährlich sein könnten.

Potenziell gefährliche Chemikalien kommen demnach in Autoabgasen vor, in Tabakrauch oder verkohltem Essen, in Lösungs-, Abbeiz- und Feuerschutzmitteln, fleckenabweisenden Textilien sowie im Trinkwasser. Als Vorsichtsmaßnahme sollten sich Frauen deshalb so wenig wie möglich Autoabgasen aussetzen, elektrisch betriebene Rasenmäher benutzen, beim Kochen die Abzugshaube einschalten und Essen vom Grill einschränken.

Beim Kauf von Sofas und Sesseln sollten sie laut der Studie darauf achten, dass diese keinen Polyurethanschaum enthalten und nicht mit Brennschutzmitteln behandelt wurden. Auf fleckenabweisende Teppiche oder Stoffe sollten sie ganz verzichten und eine Reinigung suchen, die kein Perchlorethylen oder andere Lösungsmittel benutzt. Zudem rät die Studie zum Kauf von Kohlefiltern für Trinkwasser und HEPA-Filtern für Staubsauger. Und schließlich: Zu Hause stets die Straßenschuhe auszuziehen.

Rudel bezeichnete ihre Studie als einen "Fahrplan für die Vermeidung von Brustkrebs". Nach Angaben ihrer Co-Autorin Julia Brody ist es das erste Mal, dass eine Studie umfassend potenziell brustkrebserregende Chemikalien auflistet und Experten detaillierte Informationen gibt, wie diese sich im Blut und Urin von Frauen messen lassen. "Unglücklicherweise wurde der Zusammenhang zwischen schädlichen Chemikalien und Brustkrebs lange Zeit ignoriert", erklärte Brody. Das Leben von vielen Frauen könnte gerettet werden, wenn sie diesen Chemikalien seltener ausgesetzt seien.

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Quellen

  • APA med, Studie listet potenziell brustkrebserregende Stoffe auf, 12.05.2014