12 Verhütungsmittel für Frauen im Überblick

Verhütungsmittel 1: Antibabypille

Die Pille ist seit den 1960er Jahren am Markt und immer noch eines der beliebtesten hormonellen Verhütungsmitteln. Sie muss täglich zur gleichen Uhrzeit geschluckt werden, um einen hohen Verhütungsschutz zu gewährleisten. (Sven Bähren - Fotolia.com)

Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters Verhütung

Diese 12 Verhütungsmittel schützen bei richtiger Anwendung vor einer ungeplanten Schwangerschaft schützen. So können Sie Ihre Sexualität sicher genießen, mit einer Verhütungsmethode, die zu Ihnen passt.

Die Antibabypille wurde in den USA 1960 zugelassen, und lange Zeit waren "die Pille" und Kondome die einzigen zuverlässigen Verhütungsmittel am Markt. Heute gibt es jedoch viele verschiedene Möglichkeiten der Verhütung, die sich an den unterschiedlichen Bedürfnissen von Paaren orientieren. Wir stellen 12 Verhütungsmittel vor und erklären wie sie wirken.

Verhütungsmittel 1: Antibabypille

Die Pille ist das beliebteste hormonelle Verhütungsmittel: 4 von 10 Österreicherinnen zwischen 15 und 49 Jahren verhüten damit. Täglich zur gleichen Zeit eingenommen, wird der Eisprung mit Hilfe von Hormonen unterdrückt. Je nach Zusammensetzung kann sie auch positiv auf Hautbild und Haare wirken.

Verhütungsmittel 2: Minipille

Die Minipille wirkt ähnlich wie die reguläre Pille, enthält jedoch geringere Mengen des Hormons Gestagen, wodurch sie von manchen Frauen besser vertragen wird. Der Schleim im Gebärmutterhals wird verändert und Spermien können nicht mehr in die Gebärmutter eindringen.

Verhütungsmittel 3: Kondom

Das Kondom ist das einzige Verhütungsmittel, das auch vor der Übertragung von Geschlechtskrankheiten wie HIV, Syphilis oder Chlamydien schützt. Die Sicherheit von Kondomen hängt stark von der richtigen Anwendung ab.

Verhütungsmittel 4: Temperaturmethode

Bei der Temperaturmethode wird täglich mit einem Thermometer die Körpertemperatur gemessen. Die Werte werden dokumentiert, um die fruchtbaren Tage zu bestimmen, an denen zusätzliche Verhütung nötig ist. Es handelt sich um eine "natürliche" Verhütungsmethode. Aufgrund hormoneller Schwankungen ist sie aber bei vielen Frauen nicht sehr sicher.

Verhütungsmittel 5: Depotspritze

Auch als "Drei-Monats-Spritze" bekannt, ist der Name Programm: Alle 12 Wochen injiziert der Gynäkologe Hormone unter die Haut, die mittelfristig Verhütungsschutz gewährleisten. Der Vorteil: Frauen müssen nicht jeden Tag an ihre Verhütung denken.

Verhütungsmittel 6: Verhütungsring

Der weiche Verhütungsring hat einen Durchmesser von 5,4 cm und wird wie einTampon in die Vagina eingeführt und gibt dort lokal Hormone ab. Einmal im Monat muss er zu Hause gewechselt werden. Da er lokal wirkt, kommt er mit weniger Hormonen aus als Pille und Minipille.

Verhütungsmittel 7: Verhütungspflaster

Das Verhütungspflaster wirkt eine Woche, indem es Hormone durch die Haut abgibt. Es kann auf Oberarme, Oberschenkel oder unterem Rückenbereuch aufgeklebt werden. Da es sehr dünn ist, bleibt es auch unter enger Kleidung unsichtbar. Der Vorteil: Da das Pflaster 1 mal wöchentlich gewechselt wird, muss die Frau weniger häufig an ihre Verhütung denken.

Verhütungsmittel 8: Kupfer- oder Goldspirale

Die mit Kupfer bzw. Kupfer und Gold umwickelte Kunststoffspirale wird in die Gebärmutter gesetzt und verbleibt 3 - 5 Jahre oder länger dort. Das Kupfer tötet die Spermien ab und ist hormonfrei.

Verhütungsmittel 9: Hormonspirale

Die Hormonspirale wird, wie auch die Kupferspirale, in die Gebärmutter implantiert. Dort wirkt sie 5 Jahre mit etwas höherer Zuverlässigkeit als die Kupferspirale.

Verhütungsmittel 10: Hormonstäbchen

Das Hormonimplantat wird unter lokaler Narkose vom Gynäkologen in den Oberarm gesetzt. Dort gibt es 3 Jahre lang Hormone in den Körper ab, die vor einer Schwangerschaft schützen.

Verhütungsmittel 11: Diaphragma

Das Diaphragma aus Latex oder Silikon muss vom Arzt verschrieben werden, um die richtige Größe zu bestimmen. Dann wir es vor dem Geschlechtsverkehr bei der Frau eingelegt und kann danach gereinigt und wiederverwendet werden.

Verhütungsmittel 12: Die Pille danach

Die Pille danach ist als Notfalls-Programm gedacht, wenn andere Verhütungsmittel versagen (z.B. Kondom gerissen, Pille vergessen). So bald wie möglich nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr, aber je nach Wirkstoff spätestens 120 Stunden danach, sollte die Pille danach eingenommen werden. In Österreich ist das hormonelle Verhütungsmittel rezeptfrei in allen Apotheken erhältlich.

Quellen

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