USA: Tote durch Hitze in Gefängnissen

Klage von Menschenrechtlern

Austin (APA/dpa) - Weil sich Häftlinge in texanischen Gefängnissen über zu hohe Temperaturen beschweren, haben Menschenrechtler eine Klage eingereicht. Das berichtete der US-Sender "CNN" am Freitag.

Als Folge der Hitze sollen in den vergangenen drei Jahren in den Haftanstalten mindestens zwölf Menschen gestorben sein. Die Temperaturen seien so hoch, weil Klimaanlagen fehlten.
Die Klage, die dem Bericht zufolge von der Menschenrechtsorganisation "Texas Civil Rights Project" und der juristischen Fakultät der Universität Texas in Austin eingereicht wurde, will "erträglichere" Temperaturen in den Gefängnissen des Südstaates durchsetzen.

Während Bezirksgefängnisse Klimaanlagen hätten, gebe es in Haftanstalten des Bundesstaates dafür keine Vorschriften. Selbst das Gefangenenlager Guantánamo Bay auf Kuba sei klimatisiert, gaben die Menschenrechtler an.

Im Zentrum der Klage steht eine Haftanstalt in Navasota. Von den rund 1400 Gefangenen sind viele älter als 70 Jahre alt und gesundheitlich angeschlagen. In Sommer sollen die Temperaturen in den Zellen immer wieder auf bis zu 38 Grad klettern - oft ist das mehr als draußen. Die Räume für die Wächter indes seien klimatisiert.

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Quellen

  • APAmed, Menschenrechtler klagen gegen Hitze in texanischen Gefängnissen, 20.06.2014