Unverträglichkeiten sind im Ansteigen

Unverträglichkeiten: Mann greift sich auf Bauch.
Eine Ernährungsumstellung reicht bei vielen Betroffenen zur Verbesserung der Symptome aus. (Kitty - Fotolia.com)
Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters Unverträglichkeiten
Lebensmittelintoleranzen nehmen weiter zu. Immer mehr Menschen vertragen z.B. keine Milch, Histamin, Fructose oder Gluten. Laut einer Studie haben 17% mindestens eine Nahrungsmittelunverträglichkeit.

Das Marktforschungsinstitut Marketagent.com fand bei einer Befragung im Auftrag der Nutridis (Wissenschaftliche Gesellschaft zur Forschung und Weiterbildung im Bereich nahrungsmittelbedingter Intoleranzen) von 1.000 Österreichern, Süddeutschen und Deutsch-Schweizern am häufigsten Personen mit Laktoseintoleranz sowie Histaminunverträglichkeit vor. Außerdem haben die Studienteilnehmer Probleme mit Zuckerarten wie Glucose, Sorbit, Saccharose und Galaktose sowie mit Produkte aus Weizen (Gluten). Bei vielen reicht eine Ernährungsumstellung zur Verbesserung der Symptome aus, einige benötigen Medikamente.

Laktose- und Histaminintoleranz sind weit verbreitet

Besonders viele der Teilnehmer vertragen keinen Milchzucker (11,5 %), sie haben eine sogenannte Laktoseintoleranz. Symptome dieser Unverträglichkeit sind unangenehme Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen und Durchfall, vor allem nach dem Essen. 10,4 % geben bei der Befragung eine Histaminintoleranz an. Histamin ist eine Eiweißsubstanz, es steckt z.B. in Hartkäse oder Rotwein. Betroffene haben mit Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel oder tränenden Augen zu kämpfen.

Laut der Studie reagieren 7,8 % auf die Zuckerart Sorbit empfindlich, 6,3 % müssen Gluten (z.B. in Nudeln und Brot) vom täglichen Speiseplan streichen. Eine schwere Form von Glutenunverträglichkeit ist Zöliakie, eine Erkrankung, bei der weizenhaltige Lebensmittel Entzündungen im Darm auslösen. 5,7 % müssen auf Fructose, 4,5 % auf Galaktose und 4,1 % auf Saccharose verzichten.

Ernährungsumstellung hilft

85,9 % der Befragten, die eine Unverträglichkeit nannten, haben auch ihre Ernährung umgestellt. Der Verzicht auf die jeweilige Substanz reicht aber nicht bei jedem aus: Präparate, die den Enzymhaushalt ausgleichen, können bei einer Verbesserung der Symptome unterstützen. 41,8 % greifen ab und an auf solche Medikamente zurück.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Elisabeth Mondl
  • Erstellungsdatum

Quellen

  • Umfrage zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Studie im Auftrag der Nutridis (Wissenschaftliche Gesellschaft zur Forschung und Weiterbildung im Bereich nahrungsmittelbedingter Intoleranzen) von Marketagent.com, September 2014

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