UNO-Hilfe für Vertriebene aufgestockt

Flüchtlinge im Irak

Genf (APA/sda/dpa) - Die Organisationen der UNO bemühen sich weiter, einer Million Vertriebener im Irak zu helfen. Sie trafen sich am Freitag, 20.06.2014, in Genf mit Spendern, um die internationale Hilfe zu koordinieren.

Die UNO werde demnächst einen erneuten Aufruf starten, um Mittel für die irakischen Flüchtlinge bereitzustellen, sagte der Sprecher des UNO-Büros für Nothilfekoordination (OCHA), Jens Laerke. Der aktuelle Aufruf über 105 Millionen Dollar sei bisher nur zu 14 Prozent finanziert.
500'000 Menschen sind seit Jahresbeginn vor den Kämpfen in den Regionen von Falludscha und Anbar geflohen. Ebenso viele Menschen flüchteten seit vergangener Woche, als Kämpfer der Gruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIS) die Stadt Mossul eroberten. Ungefähr 300'000 Einwohner von Mossul flohen in die autonome Region Kurdistan.
"Ich bin zutiefst besorgt über ihre humanitäre Lage", sagte die OCHA-Vertreterin im Irak Jacqueline Badcock laut einer UNO-Mitteilung. "Viele von ihnen haben nur wenige oder gar keine Möglichkeiten, sich über längere Zeit zu versorgen."
Die Regierung von Kurdistan habe die Weltgesundheitsorganisation (WHO) um Hilfe gebeten, sagte die WHO-Sprecherin Fadela Chaïb. Wegen der instabilen Lage könnten zurzeit kaum Medikamente und medizinisches Material von der Hauptstadt Bagdad in die Region gebracht werden.
Das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR sorgt sich zudem um 15'000 syrische Flüchtlinge, die sich zurzeit im Nordirak befinden.

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Quellen

  • APAmed, UNO-Organisationen verstärken Hilfe für eine Million Vertriebene, 20.06.2014