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Fruchtsäfte im Test

 Fruchtsaft
100%ige Säfte enthalten von Natur aus Zucker, daher immer mindestens im Verhältnis 1:1. mit Wasser verdünnen. (Gresei - Fotolia.com)

Die Qual der Wahl vor dem Regal: Welchen Fruchtsaft soll ich nehmen? Die AK Salzburg unterzog 138 Fruchtsäfte und Smoothies einem eingehenden Test. Das Ergebnis: Was im Saft drin ist, verrät das Kleingedruckte, im Supermarkt-Smoothie findet sich nur sehr selten echtes Fruchtfleisch.

Alle getesteten Hersteller verraten, was in reinen Fruchtsäften, Multivitaminsäften, Mehrfruchtnektaren und Smoothies enthalten ist - wenn man auch dazu oft eine Lupe braucht, um das Kleingedruckte auf der Packungsrückseite zu entziffern. Grob zusammengefasst sind Orangen- und Apfelsäfte mit rund 1,50 Euro pro Liter im Schnitt am günstigsten. Multivitaminsäfte liegen im Schnitt bei 1,77 Euro, Mehrfruchtgetränke und Nektare bei zwei Euro. Smoothies kosten durchschnittlich 4,50 Euro pro Liter.

Smoothies besser selbst mixen

22 Smoothies wurden getestet. Das Positive vorweg: Es wurde kein Zucker, keine Zusatzstoffe und keine Extra-Vitaminisierung zusätzlich beigefügt. Dafür findet man sehr selten echtes Fruchtfleisch - meist nur Säfte, Mark oder Püree von Früchten. Hauptbestandteil der meisten Smoothies ist der Apfelsaft. Auch sind Smoothies im Schnitt 3x so teuer wie andere Säfte.

Alle Säfte gehören verdünnt

Säfte enthalten von Natur aus Zucker. 100-prozentiger Orangensaft zum Beispiel 25 Würfel pro Liter. Zucker-"Spitzenreiter" sind Fruchterfrischungsgetränke, die im Gegensatz zu 100-prozentigen Säften nachgesüßt werden dürfen: Im Schnitt enthalten diese 31 Würfel Zucker. Daher sollten alle Säfte zumindest 1:1 mit Wasser verdünnt werden.

Auch zugesetzte Vitamine waren beim AK-Test interessant. Vor allem bei Multisäften werden in der Regel gleich bis zu 10 Vitamine zugesetzt. Bei manchen Säften kommen Stoffe hinein, die in keiner der angegebenen Früchte enthalten sind. Experten sehen diesen Trend zu Säften, die wie Apotheken-Präparate wirken, eher kritisch, da zugesetzte Vitamine bei normaler Ernährung unnötig sind.

Quellen

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