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Teenager-Väter haben schlechteres Sperma

Teenager-Väter haben schlechteres Sperma
(Sergey Novikov - Fotolia.com)

Teenager-Väter weisen eine schlechte Sperma-Qualität auf. Am niedrigsten ist die Zahl der weitergegebenen Mutationen bei Männern zwischen 20 und 30 Jahren.

Das ergab eine Gen-Studie mit Daten aus insgesamt 24.000 Vaterschaftstests. Die Väter stammten aus Österreich, Deutschland, Westafrika und dem Nahen Osten. Das Ergebnis: Bei Männern zwischen 12 und 19 Jahren ist das Risiko, dass Sperma mutierte Zellen enthält, um 30 % erhöht. Die sogenannten de-novo-Mutationen, um die es sich handelt, sind nicht in den regulären Körperzellen der Eltern zu finden. Erst in den Keimzellen, Sperma bzw. Eizelle, treten sie auf.

Führt Mutation zu Krankheit?

Alleine das Vorhandensein einer de-novo-Mutation bedeutet aber noch nicht, dass ein Kind eines Teenager-Vaters automatisch genetisch erkrankt ist. Nicht alle Teile der im Sperma enthaltenen DNA werden automatisch im Baby aktiv. Kinder von sehr jungen Vätern können genauso gesund oder ungesund sein wie die Nachkommen anderer Eltern. Auf Sperma-Ebene liegen jedoch häufiger messbare Defekte vor.

Warum das so ist, konnten die Wissenschafter jedoch bislang nicht erklären. Bei älteren Männern ist die Fähigkeit, neue Zellen zu produzieren, gemindert. Fehler in der Sperma-Herstellung scheinen demnach folgerichtig. Dennoch trifft der Rückschluss jüngere Väter - bessere Spermien nicht zu.

Frauen mit allen Eizellen geboren

Bei Frauen ist die Qualität der Eizellen ein Leben lang konstant. Der Grund: Weibliche Babys tragen bereits ab ihrer Geburt alle Eizellen in sich. Diese stehen später zu Verfügung, wenn sie selbst ab der Pubertät Kinder bekommen können. Mutationen können bei der Zellteilung auftreten, haben aber nichts mit der Ursprungs-Eizelle zu tun. Bei Männern ist das anders: Sie produzieren Sperma erst als Teenager, dann aber laufend neu. Deshalb wirkt sich sowohl das Alter, als auch die Gesundheit von Männern auf die Sperma-Qualität aus.

Quellen

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