Schulmediziner wettet gegen TCM-Arzt

Schulmediziner wettet gegen TCM-Arzt: Puls wird gemessen
Schulmediziner wettet gegen TCM-Arzt an der Universität in Beijing. (F.Schmidt - Fotolia.com)
Ausübende Traditioneller Chinesischer Medizin behaupten, Schwangerschaften an dem Pulsschlag der Mutter feststellen zu können. Nun wettet ein chinesischer Schulmediziner 13.000 Euro, dass dies nicht möglich ist.

In China kommt Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), zu der Akupunktur und Kräutertherapie zählen, regelmäßig auch in Krankenhäusern zum Einsatz. Schulmediziner arbeiten dort eng mit TCM-Medizinern zusammen. Dennoch gibt es Verfechter der Schulmedizin, die den Einsatz von TCM kritisieren. Ein chinesische Arzt, der sich selbst "Ab Bao" nennt, wettet nun umgerechnet 13.000 Euro, dass ein TCM-Mediziner nicht zuverlässig Schwangerschaftsdiagnosen erstellen kann.

Schwangerschaft am Puls erkennen

Die theoretische Ausbildung zum TCM-Arzt dauert in China fünf Jahre und ist somit ähnlich aufwendig wie die zum Schulmediziner. Die chinesische Regierung möchte den Einsatz von TCM-Medizin fördern und steckt deshalb viel Geld in ihre Erforschung. In klinischen Studien soll nach wissenschaftlichen Standards nachgewiesen werden, wie bzw. bei welchen Beschwerden Akupunktur und Kräuter wirken.

Doch "Ah Bao", ein Arzt an einer Verbrennungsintensivstation im dem Jishuitan Krankenhaus in Beijing, bezweifelt die Wirksamkeit von TCM gänzlich. Er ist der Meinung, dass sie nicht wissenschaftlichen Standards entspricht. Zhen Yang, ein TCM-Mediziner der Universität in Beijing, ist anderer Meinung. Deshalb nahm er Ah Baos Wette an. Um sie zu gewinnen, muss er 32 Frauen den Puls messen und feststellen, ob sie schwanger sind. Dabei ist er jedoch durch einen Vorhang von den Frauen getrennt. Liegt er bei 80 % richtig, erhält er das hohe Preisgeld.

Quellen

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