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Was der Teufel kann, das du nicht kannst

Von der Milch dieses kleinen Beuteltiers könnte die gesamte Menschheit profitieren. (melanieplusdaniel.de - Fotolia.com)

Eine stärker werdende Resistenz gegenüber Antibiotika könnte für die Menschen langfristig zum Problem werden. Nun wollen Forscher herausgefunden haben, dass ein bestimmtes Tier Abhilfe leisten könnte.

Der Tasmanische Teufel war bislang wahrscheinlich nur den größten Tierfreunden bekannt, wirklich berühmt ist das Beuteltier jedenfalls nicht. Wer sich gelegentlich eine Tierdokumentation gönnt, hat vielleicht schon einmal den signifikanten Kampfschrei des kleinen Vieches gehört. Was bislang wohl kaum jemand geahnt hat, ist, dass der Teufel für den Menschen äußerst wertvoll werden könnte.

Menschheit vor Problem?

Denn die Milch des Beuteltiers soll australischen Forschern zufolge gegen sehr resistente Superkeime wirksam sein. Das könnte zukünftig von hoher Relevanz sein, da Menschen prinzipiell gegen immer mehr Antibiotika eine Resistenz entwickeln. Dementsprechend wird in der Wissenschaft aktuell verstärkt Wert auf das Erforschen neuer Medikamente gelegt.

Im dreckigen Beutel

An der Erkenntnis, dass ausgerechnet der Tasmanische Teufel eine Teilantwort auf diese Probleme geben könnte, hat das australische Team 3 Jahre lang gearbeitet. Ausgangspunkt des Interesses war der außergewöhnliche Umgang der Muttertiere mit den Säuglingen. Diese werden nämlich nur 21 Tage gesäugt, ehe sie in der vermutlich bakteriell nicht ganz sauberen Tasche der Mutter weiterentwickelt werden.

Langer Prozess

Schlussfolgerung der Forscher: Die Milch der Teufelchen muss ein antibakterielles Wundermittel sein. Eine Analyse ergab, dass darin sechs Sorten von Peptiden, sozusagen natürlichen Antibiotika, enthalten sind. Weitere Tests wiederum zeigten deren große Effektivität gegen verschiedenste Keime. Bis die tasmanische Teufelsmilch in irgendeiner Form als Medikament in der Apotheke erhältlich sein könnte, werden aber noch viele weitere Forschungsarbeiten notwendig sein.

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