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Immer mehr Veggie-Produkte, aber kauft sie auch wer?

In den Supermarkt-Regalen finden die Kunden immer mehr vegetarische und vegane Produkte vor. (Minerva Studio - Fotolia.com)

Unsere Ernährung befindet sich im Wandel, Menschen entscheiden sich zunehmend für einen Fleischverzicht. Der Markt reagiert mit einer größer werdenden Auswahl an Veggie-Produkten.

Erst kürzlich wollte eine Studie festgestellt haben, dass der Hype um vegetarische oder vegane Ernährung gar nicht so groß ist, wie angenommen. Demnach würden immer noch nur sehr wenige Menschen vollständig auf tierische Produkte verzichten. Allerdings entscheiden sich viele Personen bereits dazu, nur noch sehr selten Fleisch zu essen. Vertreter dieses weitgehenden aber nicht endgültigen Verzichts werden auch Flexitarier genannt.

Flexitarier machen Unterschied

Vor allem bei den über 50-Jährigen ist diese Gruppe bereits relativ groß, was für den Lebensmittelmarkt natürlich von großem Interesse ist. In den Supermärkten ist ein regelrechter Veggie-Boom zu erkennen. Vegetarische Wurst ist bereits etabliert, als neue Klassiker dürften sich unter anderem Soja-Eis oder vegane, also auch ohne Eier hergestellte, Mayonnaise bewähren.

Wursthersteller ziehen mit

Dominierten bislang vor allem spezialisierte Veggie-Marken den Markt, reagieren nun auch jene Firmen, die ihren Erfolg eigentlich auf Fleischkonsum stützen. Immer mehr Wursthersteller planen die Einführung einer veganen Alternative oder haben diese bereits im Angebot. Dass sich diese Investition auch wirklich lohnt, ist allerdings keineswegs gesichert.

Kommt der Erfolg noch?

Denn bislang haben die Kunden noch nicht mit der erwarteten Kaufkraft reagiert. In Deutschland sind die Veggie-Produkte gerade mal für 0,6% des Umsatzes am Lebensmittelmarkt verantwortlich. Experten vermuten darin allerdings nur ein vorübergehendes Problem. Veganer, Vegetarier und eben vor allem die Flexitarier würden dafür sorgen, dass die Verkaufszahlen schon bald in die Höhe gehen.

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Quellen

  • GfK-Studie, 2016

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