Superfoods: Sauerkraut und Rote Rüben für die Verdauung

Superfoods: Sauerkraut und Rote Rüben für die Verdauung: Eine Schüssel mit Rote-Rüben-Salat
Durch Enzyme regen Sauerkraut und Rüben die Verdauung an (Dani Vincek - Fotolia.com)
Gesunde Nahrung ist nicht alles: Eine gute Verdauung ist so wichtig wie die Zufuhr von gesundem Essen. Sauerkraut und Co. können die Verdauungsprozesse gezielt anregen und zu höherer Vitalität beitragen.

Um die Nährstoffaufnahme zu unterstützen, helfen rohes Gemüse und Obst, da sie eine hohe Konzentration an verdauungsfördernden Enzymen enthalten. Beim Kochen stirbt ein Teil dieser Enzyme ab. Wer zu wenig pflanzliche Nahrung zu sich nimmt, hat einen doppelten Nachteil: Einerseits werden weniger Vitalstoffe zugeführt, andererseits können diese schlecht verwertet werden. Spezielle "Superfoods", wie Sauerkraut und Rote Rüben, sind optimal dazu geeignet, die Verdauung zu unterstützen. Denn sie können beides: Viele Nährstoffe liefern, und gleichzeitig deren Aufnahme garantieren.

Sauerkraut hilft gegen Blähungen

Sauerkraut wird oft mit Blähungen assoziiert - dabei können die darin enthaltenen Probiotika  (guten Bakterien) langfristig sogar helfen, Blähungen zu reduzieren. Fehlen Probiotika im Darm, findet die Verdauung sehr langsam statt, und das Immunsystem wird geschwächt. Sauerkraut kann helfen, den Darm (wieder) mit guten Bakterien zu besiedeln. Dadurch werden auch schädliche Bakterien von hilfreichen verdrängt, da im Darm ein permanenter Wettbewerb um Besiedlungsplatz stattfindet.

  • Verdauungsfördernd: Dabei spielt die Milchsäure eine wichtige Rolle, die zur Herstellung von Sauerkraut verwendet wird, und verdauungsfördernd wirkt.
  • Länger satt: Sauerkraut hat einen sehr hohen Ballaststoffanteil, was für eine längerfristige Sättigung sorgt.
  • Darmkrebsrisiko niedriger: Durch den großen Anteil an Ballaststoffen wird das Darmkrebsrisiko gesenkt.
  • Feste Knochen: Darüber hinaus hat Sauerkraut Vitamin C und K in hohen Anteilen. Beide Vitamine werden zur Knochenerhaltung benötigt, und schon eine Portion Sauerkraut enthält 1/3 der täglich benötigten Menge.
  • Entzündungshemmend: Bestimmte Mikronährstoffe im Sauerkraut wirken entzündungshemmend.

Rote Rüben sind leicht verdaulich

Ebenso wie Sauerkraut, sind auch Rote Rüben ballaststoffreich- und kalorienarm. Ihre hohe Nähstoffdichte macht sie noch wertvoller: Kalium, Mangan, Magnesium und Kupfer, aber auch Folsäure sind in der Rübe zu finden.

  • Gesund in der Schwangerschaft: Folsäure ist gerade für gesunde Ernährung in der Schwangerschaft  absolut notwendig, da Babys diesen Mineralstoff für die Entwicklung brauchen.
  • Niedriger Glykämischer Index: Rote Rüben enthalten zwar relativ viel Zucker, doch ist dessen glykämischer Index  niedrig, weshalb der Körper weniger Insulin benötigt, um sie zu verdauen. Nahrungsmitteln mit einem niedrigen glykämischen Index können dazu beitragen, Diabetes mellitus Typ 2 vorzubeugen.
  • Gesunde Augen und Haut: Das Vitamin A in Rüben wirkt sich positiv auf Augen- und Hautgesundheit aus.

Bei roten Rüben kann übrigens nicht nur die Wurzel verzehrt werden - die grünen Blätter dürfen auch mitgegessen oder für Säfte verwendet werden, und haben sogar noch mehr Vitamin A als die Wurzel selbst. Flavonoiden (sekundäre Pflanzenstoffe) sind in allen Teilen der Rübe enthalten. Ihnen wird eine anti-bakterielle, anti-virale und sogar anti-allergische Wirkung zugeschrieben.

Sauerkraut und rote Rüben haben in Österreich eine lange Tradition und wurden in vielen Haushalten von exotischeren Gemüsesorten abgelöst. Doch neue Analysen ihres Mirko-Nährstoffgehalts zeigen, dass sie auch in einer modernen Ernährung einen wichtigen Platz einnehmen sollten.

Quellen

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