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Studie: Hält Stress den Geist fit?

Radtouren & Co: Sich im hohen Alter viel zu beschäftigen, hält den Geist fit. (Robert Kneschke - Fotolia.com)

Nach einem erfüllten Arbeitsleben sollten wir mit Elan in die Pension starten. Denn eine neue Studie lässt einen Zusammenhang zwischen einem vollen Terminplan und geistiger Fitness vermuten.

Morgens müssen wir früh aufstehen, dann geht es in die Arbeit, abends kommen noch Freunde vorbei und schließlich dürfen wir völlig übermüdet ins Bett. Für viele Menschen ist der Alltag mit Stress verbunden, die nervliche Anspannung durch Terminzwänge wird zumeist als negativ empfunden. Forscher an einer US-amerikanischen Universität legen nun aber nahe, dass ein prall gefüllter Kalender zumindest ab einem gewissen Alter gesund ist.

Mehr Termine, bessere Leistung

Bei der Studie wurden mehr als 300 Frauen und Männer im Alter von 50 bis 89 Jahren untersucht. Die Probanden mussten Angaben zu ihrer Freizeitgestaltung machen sowie anschließend neuropsychologische Tests absolvieren, mit denen ihre geistige Leistungsfähigkeit überprüft wurde. Dabei zeigte sich deutlich, dass jene Teilnehmer, die mehr Termine hatten, besser abschnitten.  Von anderen Faktoren, wie etwa dem Bildungsgrad, waren die Ergebnisse hingegen unabhängig.

Wechselseitiger Effekt

Die geistigen Leistungen älterer Menschen sind also wesentlich besser, wenn diese vielbeschäftigt sind. Ob der volle Terminplan wirklich den Geist fit hält, muss dennoch bezweifelt werden. Nach Angaben der Forscher wäre es genauso logisch, dass geistig noch fittere Menschen einfach mehr Lust auf diverse Aktivitäten haben. Vermutet wird ein wechselseitiger Effekt: Die Beschäftigung hält den Geist fit, während der fitte Geist wiederum die Freude an Beschäftigungen fördert.

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