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Herzinfarkt: Fast jeder zweite bleibt unerkannt

Bei einem "stummen" oder "stillen" Herzinfarkt sind die Symptome relativ unauffällig. (Bits and Splits - Fotolia.com)

Der Herzinfarkt zählt weltweit nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen. Besonders gefährlich ist, dass jeder zweite Infarkt von den Betroffenen nicht als solcher erkannt wird.

Ein plötzlich auftretender, linksseitiger Schmerz in Brust und Schulter ist das häufigste sowie auffälligste Symptom eines Herzinfarkts. Während bei derartigen Anzeichen wohl jeder sofort Hilfe aufsuchen würde, bleibt er in anderer Form oft unerkannt. Denn bei zirka 45% aller Herzinfarkte handelt es sich um einen sogenannten "stillen" oder "stummen" Infarkt.

Schwer zu erkennen

Bei einem stillen Infarkt sind die Anzeichen relativ unauffällig, neben lediglich leichten Muskel- oder Magenschmerzen kann es zu plötzlich eintretender, starker Müdigkeit sowie einem unangenehmen Gefühl im Kiefer kommen. Betroffene vermuten angesichts der schwachen Symptomatik nur ein kleines Gesundheitsproblem wie eine leichte Grippe, Muskelzerrung oder Magenverstimmung.

Problematische Fehlinterpretation

Der Schaden eines "stillen" Herzinfarkts kann aber leider genauso groß sein wie ein Infarkt mit auffälligen Symptomen. Eine über mehrere Jahre angelegte Studie hat gezeigt, dass es in der Folge eines "stillen" Infarktes wesentlich öfter zu einem Herztod kommt. Da er oft nicht erkannt wird, passen Betroffene ihren Lebensstil nicht an und sind fortgehend besonders gefährdet.

Risiko reduzieren

Umso wichtiger ist es, auch bei leichten Symptomen, die nicht zugeordnet werden können, einen Arzt aufzusuchen. Größte Risikofaktoren für das Erleiden eines Herzinfarkts sind Übergewicht, Rauchen, Bluthochdruck und eine bestehende Herzerkrankung. Der Gefährdung kann ein gesunder Lebensstil entgegengesetzt werden, Sport sowie eine gesunde Ernährung sind effiziente Präventionsmittel.

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