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Spanien: Erster Fall von Chikungunya-Virus

Tigermücke
Die Tigermücke ist eigentlich in Asien bzw. Afrika beheimatet, dringt aber immer weiter nach Europa vor - mit ihr auch gefährliche Viren. (dragi52 - Fotolia.com)

In Spanien ist der erste Fall einer Infektion mit dem Chikungunya-Virus regis­triert worden. Ein 60-Jähriger infizierte sich in der Provinz Valencia mit dem Virus, das von der asiatischen Tigermücke übertragenen wird.

Wie die Gesundheitsbehörden bestätigten, gehe es dem Betroffene rund einen Monat nach Auftreten der ersten Fieber-Symptome wieder gut. Experten fürchten, dass das Chikungunya-Virus, das zunächst in Asien und Afrika auftrat, nun auch in Europa vorkommt. Spanien-Besuchern gibt das Centrum für Reisemedizin Düsseldorf aber weitgehend Entwarnung. Das Fieber sei eher lästig als gefährlich und laufe wie eine Grippe ab.

Tigermücken übertragen Fieberkrankheiten

Die lästigen Blutsauger können u .a. das Chikungunya-Fieber und das Dengue-Fieber übertragen.

Chikungunya-Fieber

Die tropische Infektionskrankheit wird in Asien und Afrika durch Stechmücken weitergegeben, das Virus löst rasch ansteigendes und hohes Fieber aus. Es kommt zu Gelenkschmerzen im ganzen Körper, Betroffene können sich kaum aufrecht halten. Hautausschläge, Erschöpfung, Lymphknotenschwellung und Bindehautinfektionen sind weitere Beschwerden. Normalerweise klingt die Erkrankung nach etwa 1- bis 2 Wochen von selbst wieder ab, es bleiben keine Schäden zurück. Ist die Krankheit besiegt, ist der Betroffene lebenslang immun dagegen. Sehr selten dauern die Beschwerden wochenlang an, ev. verbunden mit einer Leberentzündung bzw. einer Hirnhautentzündung.

Degue-Fieber

Das Dengue-Fieber kommt vor allem in Südostasien, am westlichen Pazifik, in Afrika oder Südamerika vor, u.a. überträgt die Tiegermücke das Virus. Es kommt wie beim Chikungunya-Fieber zu einem plötzlichem Fieberanstieg mit starken Gelenkschmerzen bzw. zu einem Hautaussschlag. Schlimmstenfalls kann es zu Kreislaufversagen kommen. Eine Zweitinfektion mit dem Dengue-Fieber verläuft meist schwerer und gefährlicher (Hämorrhagisches Fieber).

Quellen

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