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Die falsche Sonnencreme gibt es nicht

Ein zierliches Herz aus Sonnencreme wird nicht reichen, um Sonnenbrände zu vermeiden. (rh2010 - Fotolia.com)

Wer Sonnenbrand und Hautkrebs aus dem Weg gehen möchte, kommt im Sommer um Sonnenschutz nicht herum. Welche Creme wir wählen, ist einem Test zufolge relativ egal.

Eine etwas braunere Hautfarbe gehört für viele Menschen im Sommer einfach dazu. Käseweiß durch die wärmsten Monate des Jahres zu spazieren, genießt in der Gesellschaft vielerorts keinen allzu hohen Stellenwert. Selbst vor diesem Hintergrund darf aber nie auf ausreichenden Sonnenschutz verzichtet werden, denn jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Ein aktueller Testbericht zeigt, dass die Markenwahl bei Sonnencremes keine große Rolle spielt.

Gute Bewertungen

14 Sonnenschutzmittel verschiedenster Preiskategorien wurden von den Testern des Magazins "Konsument" auf ihre Qualitäten überprüft. Dabei verdienten sich 4 Produkte ein "Sehr Gut", während die anderen 10 mit einem "Gut" abschnitten. Teure Mittel einzukaufen lohnt sich also nicht unbedingt, da auch die billigeren Cremes positiv beurteilt wurden.

Mehrmals einschmieren

Für Kritik sorgten lediglich Details, die mit dem Sonnenschutz selbst recht wenig zu tun haben. So spendeten manche Cremes der Haut nicht ausreichend Feuchtigkeit. Zudem sorgte das bei sämtlichen Produkten angebrachte Prädikat "wasserfest" für Kritik seitens der Tester. Prinzipiell ist neuerliches Einschmieren durchaus wichtig, insbesondere nach dem Badespaß im kühlen Nass.

Entzündungsgefahr bei Sprays

Sprays wurden ebenfalls getestet und machten generell einen guten Eindruck. Allerdings enthalten viele dieser Produkte Alkohol, wodurch sie leicht entzündbar sind. Zigaretten sind daher während dem Einsprühen absolut tabu, auch auf eventuelle Strand- oder Wiesen-Nachbarn sollte geachtet werden. Wird in der Nähe geraucht oder gegrillt, könnte es zu kritischen Situationen kommen.

Echte Bräune soll es sein

Trotz der zahlreichen medialen Hinweise auf das Hautkrebs-Risiko ist Bräune in Österreich nach wie vor extrem beliebt. Bei einer Umfrage gab mehr als die Hälfte der Teilnehmer an, der dunklere Teint gehöre einfach zum Urlaub. Künstlich erreichte Farbe in Form eines Selbstbräuners scheint dabei keine Alternative zu sein. So gaben fast 80% an, derartige Produkte nie zu verwenden.

Jugendliche mit Nachholbedarf

Bedenklich ist, dass viele der Befragten Sonnenschutz leider nicht sehr ernst zu nehmen scheinen. Insbesondere bei Jugendlichen stellt dies ein echtes Problem dar, da sich nur 31% der 14- bis 19-Jährigen konsequent einschmieren. In der Folge fangen sich knapp 39% dieser Altersgruppe jedes Jahr zumindest einen Sonnenbrand ein. Bei Menschen über 60 haben hingegen gerade mal 10% regelmäßig mit der gefährlichen Röte zu kämpfen.

Zwei positive Trends

Das jugendliche Verhalten in diesem Lebensbereich zeigt, dass immer noch viel Aufklärung nötig ist. Immerhin zwei Trends geben aber Anlass zur Hoffnung. So zeigen sich die Österreicher sehr schmierfreudig, wenn es um die Haut ihrer Kinder geht. Etwa 75% der Umfrage-Teilnehmer achten auf einen guten Sonnenschutz des Nachwuchses. Außerdem greifen die Konsumenten immer öfter zu Mitteln mit einem Lichtschutzfaktor von 30 oder höher.

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