Das war das MINI MED Sommersemester 2016 in Vorarlberg

Gesundheitskompetenz: Die Vorarlberger und Vorarlbergerinnen bilden sich gerne mit MINI MED weiter. (MINI MED/Regionalzeitungen)

In Vorarlberg ist MINI MED in Wolfurt und in Dornbirn  vertreten. Bei insgesamt acht Vorträge konnten man sich über aktuelle medizinische Theman informieren. Lesen Sie hier mehr über einige Vorträge aus dem Sommersemester.

OA Dr. Athanasios Liolios und Carmen FranceschiniBeim Startvortrag in Dornbirn am 16. März sprach OA Dr. Athanasios Liolios, Abteilung für Innere Medizin, KH Dornbirn, über das Thema Venenerkrankungen. Für die Behandlung von Venenerkrankungen können auch die PatientInnen selbst sehr viel tun. An erster Stelle steht, unbedingt mit dem Rauchen aufzuhören, weil dies die Gefäßdurchblutung weiterhin verschlechtert. Ein regelmäßiges Gehtraining trägt zur Neubildung von Arterien bei und entlastet so die verengten Arterien. „Auch medikamentös lässt sich eine periphere arterielle Verschlusskrankheit behandeln“, hieltt Dr. Liolios fest. Und nicht zuletzt können verstopfte Blutgefäße auch operativ wieder durchlässig gemacht werden. In Vorarlberg moderiert an beiden Standorten Carmen Franceschini. 

Dr. Feger und GemassmerAm 6. April erklärten Prim. Univ.-Prof. Dr. Bernhard Föger, Leiter der Abteilung für Innere Medizin, LKH Bregenz; Lehrkrankenhaus der Medizinischen Universität Innsbruck und Christine Gemassmer, BSc. Diätologin, LKH Bregenz, wie wichtig abnehmen bei Übergewicht für unsere Gesundheit ist. Konsequente Gewichtsreduktion, Umstellung der Ernährung, Rauchstopp und regelmäßiges, ärztlich überwachtes Ausdauertraining können einen frühen Typ 2-Diabetes wieder zum Verschwinden bringen. Und wenn das nicht gelingt, so lässt sich die Krankheit immerhin bis zu einem Jahrzehnt hinauszögern. Bei stark übergewichtigen Personen (Body-Mass-Index ab 35), die sich nicht viel bewegen, sind im Fall von Typ-2-Diabetes Medikamente notwendiger Bestandteil einer wirksamen Krankheitskontrolle. Heilen lässt sich ein manifester Typ- 2-Diabetes nicht.

Mathis und FranceschiniUniv.-Prof. Dr. Gebhard Mathis, FA für Innere Medizin, Präsident der Österreichischen Krebshilfe Vorarlberg, klärte am 8. Juni in Wolfurt über Krebsdiäten auf. Eine individuell abgestimmte Ernährung trägt dazu bei, dass Nebenwirkungen einer Therapie, wie z.B. Chemotherapie besser vertragen werden. Die Kost sollte vollwertig und abwechslungsreich sein und sich an der österreichischen Ernährungspyramide orientieren. Bei bestimmten Krebstherapien, wie Strahlenoder Chemotherapie sollte ausreichend Flüssigkeit zugeführt werden, um die durch die Therapie abgebauten Zellen über die Nieren auszuschwemmen. Ideal sind stilles Wasser, Kräuter- oder Früchtetee.

Dr. Speckle und Maurer-Trunk Beim Abschlussvortrag in Dornbirn am 6. Juli ging es um das Thema Knie- und Gelenksbeschwerden. OA Dr. Stefan Speckle, Abteilung für Orthopäde, KH Dornbirn und Elisabeth Maurer- Trunk, Physiotherapeutin, KH Dornbirn, beantworteten viele Fragen aus dem Publikum. Die Ursachen für Gelenksbeschwerden sind vielseitig. Rheuma, Unfallverletzungen, Osteonekrosen und Übergewicht führen unbehandelt zu einer frühzeitig irreversiblen Schädigung des Knorpels. Ist die Abnützung noch nicht fortgeschritten, ist primär eine nicht chirurgische Therapie angezeigt. Neben einer Lebensstiländerung können verschiedene Medikamente helfen.