Sommersemester 2016: Das war MINI MED in der Steiermark

Die MINI MED Vorträge in Graz werden mit sehr großen Interesse verfolgt! (MINI MED/Prontolux Sator)

In Graz und Knittelfeld bot MINI MED insgesamt 13 Vorträge an. Die zahlreichen Besucher und Besucherinnen erhielten dabei neue medizinische Informationen zu den Themen Hauterkankungen, Diabetes, Herzschwäche uvm. Lesen Sie hier mehr über einige Vorträge aus dem Sommersemester.

Waltl und FuchsUniv.-Prof. Dr. Siegrid Fuchs, Abteilung für Neurogeriatrie, Univ.-Klinik für Neurologie, Medizinische Universität Graz ging in ihrem Vortrag am 7. April in Graz näher auf Multiple Sklerose ein. An diesem gut besuchten Abend moderierte Gregor Waltl. Multiple Sklerose (MS) ist eine häufige Erkrankung. In Österreich sind etwa 12500 Personen davon betroffen. Die Erkrankung betrifft mehr Frauen als Männer (Verhältnis etwa 3:1) und tritt im jüngeren Erwachsenenalter auf mit erster Manifestation meist zwischen dem 20. Und 40. Lebensjahr. Sowohl Symptome als auch Verläufe von MS können sehr unterschiedlich sein. Mögliche Symptome sind Sehstörungen (zB Verschwommensehen im Rahmen einer Sehnerventzündung oder Doppeltsehen), Gefühlsstörungen unterschiedlicher Art und Lokalisation, Kraftabschwächung von Armen und Beinen und Störungen der Koordination von Gang und Bewegungen. 

MINI MED in KnittelfeldWie viele Pillen verträgt der Mensch? Diese Frage stellte sich Univ.-Prof. Dr. Josef Donnerer, Stv. Vorstand des Instituts für Experimentelle und Klinische Pharmakologie, Medizinische Universität Graz, beim MINI MED Vortrag am 13. April in Knittelfeld. Wirksame Medikamente weisen, das ist leider unabdingbar, immer auch Nebenwirkungen auf: „Wenn nun ein Hersteller behaupten würde, sein Medikament wäre nebenwirkungsfrei, so bestünde der dringende Verdacht, dass die Substanz auch keinerlei Wirkung zeigte“, formuliert Prof. Donnerer pointiert. Jedes Medikament wird im Körper umgewandelt und abgebaut. „Dies geschieht meist mit Hilfe von Enzymen in der Leber“, erklärt der MINI MED-Experte. Anschließend werden die Abbauprodukte über die Galle (im Stuhl) oder über die Nieren (im Urin) ausgeschieden.

Knittelfeld Vortrag HerzschwächeAm 31. Mai drehte sich in Knittelfeld alles um das Thema Herzschwäche - frühzeitig erkennen, effektiv behandeln! Dr. Stefan Pötz und Dr. Leopold Sturm erklärten neue Behandlungsmethoden und vorbeugende Maßnahmen. Moderiert wird in Knittelfeld von GRin Anica Lassnig. Herzinsuffizienz ist eine häufige Erkrankung vor allem im Alter, 300.000 Österreicher sind betroffen. Der Herzmuskel vergrößert sich und verliert an Kraft. Er schafft es nicht mehr, genügend Blut durch den Körper zu pumpen. Wichtig fürs Herz und für eine gute Lebensqualität sind regelmäßige ärztliche Kontrollen und die Einnahme der vorgeschriebenen Medikamente.

Dr. Richtig und Mag. Claudia Aichhorn-EdlerUnter der Moderation von Mag. Claudia Aichhorn-Edler ging das MINI MED Studium in Graz erfolgreich in die Sommerpause. Beim letzten Vortrag am am 16. Juni beschäftigte sich Priv.-Doz. OA Dr. Erika Richtig, Univ.-Klinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Universität Graz, mit dem Thema Hautkrebs. Die Sonnenstrahlung besteht aus einem Spektrum an elektromagnetischen Wellen, das weit über das sichtbare Licht hinausgeht. Das ultraviolette Licht, auch UV-Licht genannt, ein Teil dieser Strahlung, hat aber nicht nur positive Auswirkungen, wie die Vitamin D3 Bildung und die positive Beeinflussung von Hautkrankheiten, sondern auch zahlreiche negative Auswirkungen, wie Sonnenbrand, Hautalterung und Hautkrebs. Hautkrebs stellt heute bereits die häufigste Krebsart dar. Man unterscheidet den hellen Hautkrebs (Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom mit seiner Frühform der aktinischen Keratose und andere seltenere Karzinome) vom schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom.