Die Highlights aus Niederösterreich aus dem Sommersemester 2016

MINI MED Studienleiter Prim. Univ.-Doz. Dr. Johann Pidlich, Moderator Herbert Hauser und OA Dr. Martin Reichmayr und Prim. Prof. Dr. Ludwig Kramer (v.l.n.r.). (Bezirksblätter/Wellenhofer)

Über 40 interessante Vorträge konnte man im Sommersemester 2016 in Niederösterreich besuchen. Dabei gab es Veranstaltungen in Amstetten, Baden, Gänserndorf, Klosterneuburg, Krems, Mistelbach, St. Pölten, St. Valentin und Wiener Neustadt.

Karl HöbarthBeim ersten Vortrag in Amstetten am 7. April erklärte Univ.-Doz. Dr. Karl Höbarth, Leiter des Fachschwerpunkts für Urologie, LK Waidhofen/Ybbs, wichtige Informationen zum Thema Prostatakrebsvorsorge. Rund 5.000 Männer erkranken in Österreich jedes Jahr an einem Tumor in der Prostata. Diese Erkrankung stellt die häufigste Krebsform bei Männern dar. Die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) hat es möglich gemacht, Prostatakrebs oft in einem sehr frühen Stadium zu diagnostizieren.

Publikumsfrage in BadenAm 7. März drehte sich in Baden alles um das Thema Magen-Darm-Beschwerden. Prim. Prof. Dr. Ludwig Kramer, 1. Medizinische Abteilung, KH Hietzing und OA Dr. Martin Reichmayr, 1. Medizinische Abteilung, KH Hietzing, gaben Auskunft zu zahlreichen Fragen aus dem Publikum. Bis vor wenigen Jahren wurde den Darmbakterien kaum mehr zugeschrieben als die Aufspaltung von Nahrungsbestandteilen sowie die Produktion mancher Vitamine. Das ist allerdings noch lange nicht alles, was die nützlichen Helferchen im Darm leisten, um den Menschen gesund zu halten. Darmbakterien können jedoch auch krank machen. Selbst in der Entstehung von Polypen, Darmkrebs sowie entzündlichen Darmerkrankungen – überdies von Diabetes – spielen sie eine Rolle.

Florian Imböck in GänserndorfAm 12. April sprach Dr. med. Florian Imböck, Allgemeinmediziner, in Gänserndorf über das Thema „Diabetes - Das Neueste zum Stoffwechsel, zu Übergewicht und was das Abnehmen bewirkt“. Ein ungünstiger Lebensstil mit zucker- und fettreicher Ernährung, wenig Bewegung und Rauchen erhöht das Risiko für Typ 2-Diabetes enorm. Aber auch genetische Faktoren spielen eine Rolle.  Eine Behandlung des Typ 2-Diabetes, vor allem dann, wenn die Erkrankung in einem sehr frühen oder frühen Stadium diagnostiziert wird, setzt demzufolge beim Lebensstil an. Konsequente Gewichtsreduktion, Umstellung der Ernährung, Rauchstopp und regelmäßiges, ärztlich überwachtes Ausdauertraining können einen frühen Typ 2-Diabetes wieder zum Verschwinden bringen.

Mistelbach StudentenzertifikatAm 7. Juni drehte sich in Mistelbach im Vortrag von OA Dr. Tobias Steirer, FA für Chirurgie, Tages- und Wochenklinik Stockerau, alles um das Thema Venenerkrankungen. Rund 30 Prozent aller Erwachsenen in Österreich leiden darunter – die Rede ist von Krampfadern: sackartige Erweiterungen der oberflächlichen Beinvenen. Das macht sich im Anfangsstadium durch leichte Schwellungen, müde Beine, Schmerzen und Spannungsgefühle bemerkbar. Wenig Bewegung, viel Sitzen und Stehen, aber auch Übergewicht können Krampfadern in den Beinen begünstigen. „Es ist aber meist auch eine gewisse Veranlagung vorhanden, diese Störung in den Beinvenen wird sehr oft vererbt“, weiß der Experte.

Bibliothek St. ValentinAuch in St. Valentin werden die MINI MED Vorträge sehr gerne besucht. Am 18. Mai fand in St. Valentin der finale MINI MED Vortrag des Sommersemesters statt. Prim. Priv.-Doz. Dr. Raffi Topakian, Abteilung für Neurologie, Klinikum Wels-Grieskirchen, sprach in der Bücherei der Stadtgemeinde über das Thema Schlaganfall. Bei einem Schlaganfall kommt es zu einem plötzlichen Funktionsausfall eines Gehirnareals. Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen und Schwindel sind mögliche Folgen. Ein Schlaganfall ist eine absolute Notfallsituation und muss schnellstmöglich behandelt werden - im Idealfall innerhalb von 4,5 Stunden.

Neben den Referenten ist es aber auch den Partnern zu verdanken, dass die MINI MED Vorlesungen kostenlos besucht werden können. Ein besonderer Dank gilt daher der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse und dem Land Niederösterreich.