Das war das MINI MED Sommersemester 2016 in Eisenstadt

Stadtrat Hans Skarits, Prim. Dr. Mathias Resinger, die Referenten Dr. med. Rosemarie Moser und Prim. Univ.-Doz. Dr. Georg Klein, Monika Kallina, GR Mag. Dr. Richard Mikats und Herbert Hauser (v.l.n.r.). (MINI MED/Bezirksblätter)

In Eisenstadt fanden von März bis Juni 2016 insgesamt 7 MINI MED Vorträge statt. Das Spektrum reichte dabei von Hautkrebs, Gelenkschmerzen, Impfungen und Kinderängsten bis zu Lebererkrankungen und Schuppenflechte. Hier einige Highlights.

Beim Startvortrag am 29. März sprachen Prim. Univ.-Doz. Dr. Georg Klein, Vorstand der Dermatologischen Abteilung, KH der Elisabethinen Linz und Dr. med. Rosemarie Moser, FÄ für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Diplom für Tropen- und Reisemedizin, Eisenstadt, über den Einfluss der Sonne auf die Haut.  Wer an Hautkrebs denkt, meint meist den sogenannten „schwarzen Hautkrebs“, der in der Medizin als „Melanom“ bezeichnet wird. „Sehr viel häufiger, aber auch wesentlich gutartiger ist aber der weiße Hautkrebs“, sagt Dr. Rosemarie Moser. „Am häufigsten treten aktinische Keratosen und Basaliome auf, zwei ganz unterschiedliche Formen von weißem Hautkrebs.“  „Je früher die Erkrankung festgestellt wird, desto eher kann sie auch geheilt werden“, erklärt Univ.-Doz. Dr. Georg Klein. „Wenn der Tumor lediglich in der obersten Hautschicht sitzt, ist die operative Entfernung gleichbedeutend mit Heilung.“

Roland GrasslAm 3. Mai erklärte Dr. Roland Grassl, FA für Kinder und Jugendpsychiatrie, Zentrum für Seelische Gesundheit Eisenstadt, welche Ängste Kinder haben und wie man diese erkennt und behandelt. Bei Verdacht auf eine Angststörung ist einerseits kein Grund zu überhastetem und vielleicht für das ganze Familiensystem Angst auslösenden Aktionismus gegeben. Andererseits ist es aber auch nicht gut, anhaltende Ängste des Kindes oder Jugendlichen mit Verweisen abzutun, wie „Das habe ich auch gehabt“, „Das wächst sich schon noch aus“, mit „Reiß’ dich doch zusammen“ oder „Benimm dich nicht wie ein Baby!“. Ein schneller Therapiebeginn erhöht die Erfolgschancen massiv!

Andreas PüspökÜber Lebererkrankungen erfuhren die Besucher in Eisenstadt zahlreiche Neuigkeiten am 31. Mai von Prim. Univ.-Prof. Dr. Andreas Püspök, Leiter der Abteilung für Innere Medizin II, KH der Barmherzigen Brüder Eisenstadt. Da die Leber eine sehr zentrale Rolle in vielen Körperfunktionen einnimmt, kann sich eine Schädigung oder Erkrankung der Leber sehr unterschiedlich auswirken. Häufige Symptome bei Lebererkrankungen sind: Allgemeines Krankheitsgefühl, Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Gelbfärbung der Haut (Ikterus) und der Augen, Heller Stuhl, dunkler Urin, Wassereinlagerungen im Körper, vor allem in den Beinen und im Bauchbereich oder Blutbildveränderungen. Das Endstadium jeder Leberkrankung bildet dann häufig eine Leberzirrhose. Dieses Stadium gilt als irreversibel, da es bereits zu einem großen Absterben von Leberzellen gekommen ist, die sich zum großen Teil zwar wieder neu gebildet haben, jedoch meistens zu Narbenbildung und knotigen Veränderungen geführt haben.