Kalorienfallen im Sommer

Zwei Cocktails sind dekorativ neben Ananasstücken und frischen Kokosnüssen angerichtet.
Kühle Drinks versüßen laue Sommernächte. Leider enthalten sie auch reichlich Kalorien. (kwasny221 - Fotolia.com)

Grillen, Eiscreme und leichter Salat - Im Sommer gibt es zweifelsohne auch kulinarisch einiges zu entdecken. Vor diesen 8 Kalorienfallen sollten Sie sich aber in Acht nehmen.

Im Sommer lassen wir es uns meistens so richtig gut gehen. Neben dem Spaß im Wasser zählen auch Sonnenbäder und Radtouren für viele zu den Fixpunkten. Was bei dem ganzen Wohlfühlprogramm natürlich auch nicht fehlen darf, ist gutes Essen. Sei es auf der Grillparty, beim Besuch einer Eisdiele oder bei der Abkühlung mit Softrdrinks - Leckeres Essen und Trinken haben zur warmen Jahreszeit einen Sonderstatus. Vor welchen Kalorienfallen sollten Sie gewappnet sein? Und zu welchen Alternativen dürfen Sie stattdessen greifen? 

Slideshow: Kalorienfallen im Sommer

Caprese

Caprese ist ein Sommerklassiker, gilt die Kombination aus Mozzarella und Tomaten, gepaart mit ein bisschen Olivenöl, doch als "leichtes" Sommeressen. Das stimmt so leider nicht, die Kalorien summieren sich. Tipp: Fettreduzierten Käse und nur wenig Öl verwenden. (olyina - Fotolia.com)

Überblick 

Kalorienfalle 1: Käsekrainer, Bratwurst und Co

Käsekrainer, Bratwurst, Koteletts und Sparerips zählen zu den Klassikern auf dem Grillrost. Wer auf die kulinarischen Schwergewichte dennoch nicht verzichten will, setzt am besten auf kalorienarme Beilagen wie Blattsalate oder Ofenkartoffeln.

Kalorienfreundliche Alternative: Wer direkt beim Grillfleisch Kalorien sparen möchte, sollte zu Geflügel oder Fisch greifen. Zum Vergleich: 100g Kotelett haben 250 Kalorien. Die gleiche Menge gegrillter Zander hat nur 85 Kalorien.  

Kalorienfalle 2: Grillsoßen

Helle cremige Soßen auf Mayonnaise-Basis bereichern nicht nur gegrillte Speisen, sondern auch das Kalorienkonto. Je nach Sorte und Hersteller enthalten 100g fertige Cocktail- und Knoblauchsoßen bis zu 60g Fett. Achtung: Selbst Produkte, die mit Joghurtzusatz beworben werden müssen nicht zwingend fettarm sein.

Kalorienfreundliche Alternative: Gerade am Soßensektor sind der Phantasie keinerlei Grenzen gesetzt. Topfen, Joghurt, eventuell ein bisschen Sauerrahm, Kräuter nach Belieben, Salz und Pfeffer sind die Grundzutaten für eine gesunde Grillsoße.   

Kalorienfalle 3: Salate

Salat - der Inbegriff der kalorienarmen Kost. Sollte man zumindest annehmen. Dem ist aber oft nicht so. Nudel- und Kartoffelsalate sowie mit Rahm und Mayonnaise angereicherte Gemüsesalate haben oft einen höheren Brennwert als ein handelsüblicher Burger. Im Durchschnitt enthält eine Portion Salat etwa 400 Kalorien.

Kalorienfreundliche Alternative: Wer Figur und Gesundheit etwas Gutes tun will, greift zu Blattsalaten. Auch geraspeltes Gemüse wie Karotten oder Kohlrabi sowie Tomaten fallen kalorientechnisch kaum ins Gewicht. Aus Öl, Essig oder Zitronensaft, Salz, Pfeffer und beliebigen Kräutern lässt sich schnell ein leichtes Dressing zubereiten.

Kalorienfalle 4: Caprese

Tomaten gepaart mit ein bisschen Käse, darüber noch ein bisschen Olivenöl. Ein luftig-leichtes Sommeressen? Fehlanzeige! Das „bisschen“ summiert sich nämlich rasch zu einer Hauptmahlzeit, die schnell einmal mit 450 Kalorien zu Buche schlägt.

Kalorienfreundliche Alternative: Niemand muss auf den sommerlichen Klassiker im italienischen Farbkostüm verzichten. Tauschen Sie den vollfetten Mozzarella einfach gegen die fettreduzierte Version aus und dosieren Sie das Olivenöl etwas sparsamer. Ein guter Tipp: Verwenden Sie einen Ölsprüher. Er erzeugt einen feinen Sprühnebel und benetzt alle Ingredienzien mit einer hauchdünnen Ölschicht.  

Kalorienfalle 5: Eistee

In seiner puren Form hat Tee keine Kalorien. Anders sieht die Sache bei industriell hergestelltem, meist stark gezuckertem Eistee aus. Ein Test der Arbeiterkammer hat ergeben, dass Eistees im Schnitt zwischen 18 und 24 Stück Würfelzucker pro Liter aufweisen. Ein Berg an Zucker, den Sie im Normalfall vermutlich nicht essen würden. Mit einem Glas Eistee nehmen Sie gut 150 Kalorien zu sich.

Kalorienfreundliche Alternative: Am besten, Sie bereiten sich Ihren Eistee selbst zu. Dazu heißes Wasser aufkochen, die gewünschte Sorte Tee aussuchen, ziehen und abkühlen lassen. Frische Kräuter, Ingwer-, Zitronen- oder Orangenscheiben ergänzen das sommerliche Erfrischungsgetränk nahezu kalorienfrei.

Kalorienfalle 6: Cocktails

Kühle, alkoholische Verführungen lauern an lauen Sommerabenden an jeder Ecke. Einige Cocktails haben es dabei ganz schön in sich – nicht nur promilletechnisch. Generell gilt: Je mehr Alkohol in dem Getränk enthalten ist, desto mehr Kalorien hat es auch. Noch einen Haken gibt es: Alkohol stoppt die Fettverbrennung, regt den Appetit an und fördert den Aufbau von Körperfett. In Cocktails oft enthaltene Zutaten wie Obers oder Kokosmilch liefern zusätzlich reichlich Fett. Klassisches Beispiel ist die Pina Colada mit 400 Kalorien pro Glas.

Kalorienfreundliche Alternative: Kalorienärmer sind Cocktails mit viel „crushed-Ice“ wie zum Beispiel Caipirinha und Mojito mit jeweils 250 Kalorien pro Glas.

Kalorienfalle 7: Eis, Waffeln und Co

Okay zugegeben, dass Eiscreme nicht gerade zu den Figurschmeichlern zählt ist keine neue Erkenntnis. Dabei ist Eis in Sachen Kaloriengehalt oft weniger „tückisch“ als angenommen. Wirklich „fies“ sind meist die Begleiter, die sich gemeinsam mit dem Eis den Becher teilen – so zum Beispiel Waffeln, Schlagobershaube und Streuseln. Ein in der Waffel serviertes Eis liefert im Schnitt um 50-100 Kalorien mehr, ein Berg aus Schlagobers erhöht das Kalorienkonto um zusätzliche 100 Kalorien.

Kalorienfreundliche Alternative: Statt im Waffelhörnchen können Sie Ihr Eis aus dem Pappbecher löffeln. Statt kalorienreiche Cremeeissorten wählen Sie am besten Gefrorenes auf Frucht- und Wasserbasis. Zum Vergleich: Während eine Kugel Haselnusseis bis zu 150 Kalorien hat, kommt eine Kugel Zitroneneis auf federleichte 50 Kalorien.

Kalorienfalle 8: Pastasoßen 

Sie essen im Sommer gerne Nudelgerichte und möchten ungern darauf verzichten? Müssen Sie auch nicht! Orientieren Sie sich an der Devise „rot statt weiß“. Weiße Soßen bestehen meist aus Obers, Käse und anderen fetthaltigen Zutaten, während rote Soßen auf Tomatenbasis hergestellt werden. Das Kalorienduell „weiß“ gegen „rot“ im direkten Vergleich: Eine Portion Spaghetti Carbonara hat 650 Kalorien, eine Portion Spaghetti Napolitana liefert schlanke 350 Kalorien.

Kalorienfreundliche Alternative: Am besten Sie greifen zur Vollkornvariante und kombinieren diese mit einer gemüsereichen Soße.

 

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Quellen

  • Die große GU Nährwert-Kalorien-Tabelle 2016/2017, Ibrahim Elmadfa et al., Neuausgabe 2015, Gräfe und Unzer Verlag

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