Selbermachen: 10 Tipps und Tricks für Smoothies

Selbermachen: 10 Tipps und Tricks für Smoothies
Smoothies laden dazu ein, immer wieder neue Zutaten auszuprobieren. (lidante - Fotolia.com)

Smoothies sind ein einfacher Weg mehr Gemüse und Obst in die tägliche Ernährung zu integrieren. Sie sind schnell selbstgemacht - 10 Tipps wie sie besser gelingen.

Bei der Herstellung von Smoothies wird ganzes, rohes Gemüse und Obst mit Wasser, Tee oder Milch in einen Mixer gegeben und zerkleinert, bis die Zutaten als Flüssigkeit trinkbar sind. Der Vorteil: In wenigen Zügen werden dem Körper jede Menge frische Vitamine zugeführt. Warum Sie selbstgemachte Smoothies, solchen aus dem Kühlregal vorziehen sollten. Welche Super-Foods Ihrem Gesundheitstrunk Extra-Power geben. Und: Wie Smoothies selbst im hektischsten Alltag noch Platz finden. 10 Tipps und Tricks für selbstgemachte Smoothies!

Selbermacher-Smoothie-Tipp 1: Finger weg vom Kühlregal

Das Trend-Getränk Smoothie ist mittlerweile in allen Kühlregalen zu finden. Aber: Das Wort "Smoothie" auf der Verpackung ist keine Garantie für einen gesunden Inhalt. Die meisten der bunten Supermarkt-Getränke werden pasteurisiert, um sie länger haltbar zu machen. Der Vitaminanteil ist nicht mit frischem Gemüse und Obst vergleichbar. Zudem haben die Drinks aus dem Supermarkt häufig mehr Kalorien und machen weniger lang satt als eine selbstgemixter Smoothie von zu Hause.

Selbermacher-Smoothie-Tipp 2: Fertig-Fruchtsaft meiden

Smoothies aus Supermärken beinhalten meist nebst ganzem Obst auch Fruchtsäfte. Diese sind aber alles andere als gesund: Ihr (Frucht-)Zucker-Anteil ist mit dem von Soft- und Energy-Drinks vergleichbar und haben einen sehr hohen Glykämischen Index. Auch zu Hause sollten Sie Fruchtsäfte als Smoothie-Zusatz meiden. Süß genug sollte das Getränk durch den Obst-Anteil ohnehin sein - falls nicht, einfach mehr oder reiferes Obst verwenden.

Selbermacher-Smoothie-Tipp 3: Nussmilch oder Sojamilch verwenden

Fruchtsäfte sind also kein guter "Flüssigmacher" im Smoothie - was ist die bessere Alternative? Gut geeignet ist neben Wasser auch Nussmilch oder Sojamilch (mit möglichst wenig Zucker). Sie lassen Smoothies cremiger schmecken. Im Gegensatz zu Kuhmilch ist der Smoothie für Menschen mit Laktoseintoleranz und Veganer geeignet. Wer den Kaloriengehalt des Smoothies geringer halten möchte, kann Soja- oder Nussmilch bewusst mit Wasser vermengen.

Selbermacher-Smoothie-Tipp 4: Tees als Antioxidantien-Quelle

Verwendet man zu wenig Flüssigkeit, werden die Smoothies zu dickflüssig und sind nur schwer trinkbar. Wie viel Flüssigkeit Sie genau verwenden möchten, hängt von dem Geschmack ab - einfach mit wenig beginnen und nach Belieben nachgießen, bis Sie ein Gefühl dafür entwickelt haben. Eine kalorienarme, aber geschmackintensive Alternative zu verschiedenen "Milch"-Sorten ist sind Tees. Früchtetees lassen den Smoothie süßer schmecken, aber mit weit weniger Zuckeranteil als Fruchtsaft. Grüner Tee enthält zahlreiche Antioxidantien und macht den Smoothie dank dem Koffein-Anteil zum Wachmacher am Morgen.

Selbermacher-Smoothie-Tipp 5: Superfoods verwenden

Smoothie-Puristen schwören auf Rezepte, die nur frisches Obst und Gemüse mit Wasser beinhalten. Das ist okay, doch Smoothies können mehr! Greifen Sie bei der Zubereitung bewusst auch zu Superfood. Leinsamen etwa liefern Herz-stärkende Omega-3-Fettsäuren auch für Veganer und Vegetarier. Praktisch: Leinsamen können zerkleinert ohnehin besser verdaut werden, und der Mixer spaltet sie im Nu auf. Auch Kakao, Chiasamen und Ingwer haben  gesundheitsfördernde Eigenschaften, die Sie sich zu Nutze machen können.

Selbermacher-Smoothie-Tipp 6: Richtige Reihenfolge beachten

Es gibt eine Reihenfolge, in der die Smoothie-Zutaten in den Mixer kommen sollten. Zu Beginn etwas Obst, Gemüse und Flüssigkeit hineingeben und klein mixen. Dann erst sehen Sie, ob die Flüssigkeit ausgereicht hat oder Sie mehr benötigen. Besser mit etwas weniger Obst anfangen und den Anteil nach Bedarf erhöhen, da in Obst mehr Zucker versteckt ist als in Gemüse. Erst zum Schluss, knapp vor dem Verzehr, Superfoods hinzufügen. Der Grund: Lein- und Chiasamen etwa haben wasserlösliche Ballaststoffe. Weichen sie zu lange in Flüssigkeit ein, kann der Smoothie unangenehm dickflüssig werden.

Selbermacher-Smoothie-Tipp 7: Klitzeklein mixen

Das Wort "Smoothie" kommt von dem englischen Begriff "smooth", was so viel wie glatt oder gleichmäßig bedeutet. Genau so sollte ein Smoothie sein. Kleine Stücke oder Obst-Kerne sollten im Getränk nicht zu bemerken sein: Wer kaut statt trinkt, hat zu wenig lange gemixt. Gut gemixte Smoothies vermischen die verschiedenen Zutaten geschmacklich besser.

Selbermacher-Smoothie-Tipp 8: Mahlzeit oder Snack?

Bevor Sie Ihren Smoothie zubereiten, sollten Sie sich überlegen: Möchte ich den Smoothie als Mahlzeit-Ersatz, oder als Snack zwischendurch trinken? Wer 1 Liter reichhaltigen Smoothies zu 3 regulären Mahlzeiten isst, darf sich über eine Gewichtszunahme nicht weiter wundern. Als gesundes Frühstück darf ein Smoothie ruhig portionsmäßig größer sein und gerne auch eine Eiweiß-Quelle wie Sojamilch, Nüsse oder Joghurt enthalten. Wird er als Snack getrunken, lieber bei Wasser, viel Gemüse und etwas Obst bleiben.

Selbermacher-Smoothie-Tipp 9: Geeignetes Gerät verwenden

Stabmixer sind nicht Smoothie-tauglich! Ein Küchenmixer ist ideal. Die große Preisspanne bei diesen Geräten erklärt sich aus der Leistungsstärke und auch darin, dass teure Geräte manchmal eine fast lebenslange Garantie bieten. Wer ein absoluter Smoothie-Liebhaber ist und es sich leisten kann, darf auch mehrere 100 Euro in einen Mixer investieren. Für alle anderen reicht ein Einsteiger-Mixer, den man einfach ein bisschen länger anlässt, bis alle Zutaten kleingemixt sind.

Selbermacher-Smoothie-Tipp 10: Immer wieder Neues…

Smoothies laden dazu ein, immer wieder neue Zutaten auszuprobieren. Gemüse- und Obstsorten können nach Belieben kombiniert werden - trauen Sie sich ruhig, phantasievoll-verrückte Kombinationen in Ihren Mixer zu lassen. So bekommen Sie automatisch eine optimale Kombination aus vielen verschiedenen Mineralstoffen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Zudem wird Langeweile vermieden, der schlimmste Feind jeder Smoothie-Routine.

Quellen

  • Junk Food - Krank Food, 100 gute Gründe ein Besseresser zu werden, H. Grimm, 1. Auflage, Gräfe und Unzer Verlag, München, 2014

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