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Smartphone erkennt Depression

Smartphone erkennt Depression: Fünf Jugendliche sitzen zusammen, jeder beschäftigt sich mit seinem Smartphone
Leute, die immer nur aufs Handy schauen, können uns ganz schön auf die Nerven gehen. (Syda Productions - Fotolia.com)

Manche Menschen blicken fast andauernd aufs Smartphone und gehen ihren Mitmenschen damit gehörig auf die Nerven. Die Abhängigkeit vom Mobiltelefon könnte aber ein Zeichen für Depressionen sein.

Personen, die scheinbar für keine Sekunde von ihrem Handy aufblicken können, kennt wohl jeder. Der Hype rund um die Smartphones unserer Zeit ist im Prinzip nicht ganz unverständlich, schließlich können sie Kalorien zählen, die Fitness verbessern und sogar das Sexleben optimieren. Wenn jemand aber eine scheinbar krankhafte Handy-Sucht entwickelt und ständig auf das Gerät blickt, dürfte dies ein Indiz für psychische Probleme sein.

Handy-Sucht als Symptom?

In den USA hat eine Studie nun festgestellt, dass die Smartphone-Nutzung eines Menschen Rückschlüsse über dessen Psyche zulässt. Demnach würden depressive Personen dazu neigen, besonders oft auf ihr Lieblingsgerät zu schauen. Neben den Nutzungszeiten können auch die GPS-Daten ausgewertet werden, anhand derer man erkennt wie viel sich der Besitzer des Handys bewegt. Betroffene einer Depression würden nach Angaben der Forscher nur selten das Haus verlassen und generell eher wenige verschiedene Orte aufsuchen.

App erkennt Depression

Auf Basis dieser Erkenntnisse wurde eine App entwickelt, mit der Nutzer sich sozusagen selbst auf Depressionen untersuchen können. Obwohl die Sinnhaftigkeit eines solchen Programms bezweifelt werden darf, findet sich die Grundidee der Forschung auch bei anderen aktuellen Projekten wieder. Ähnlich wie bei einem kürzlich veröffentlichten Youtube-Video, geht es auch hier darum, Menschen auf die Ernsthaftigkeit psychischer Probleme aufmerksam zu machen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind weltweit zirka 350 Millionen Menschen von Depressionen betroffen.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Herbert Hauser
  • Erstellungsdatum

Quellen

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