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Smartphone: Kurze Nacht-Blindheit möglich

Vor dem Schlafen noch aufs Handy zu schauen, ist keine gute Idee. (vadymvdrobot - Fotolia.com)

Im Schlafzimmer sollten Smartphones eigentlich tabu sein, da sie für Schlafprobleme sorgen können. Wer sie trotzdem im Dunkeln verwendet, könnte sogar für kurze Zeit erblinden.

Noch einmal schnell die Mails checken, den Facebook-Feed auf letzte Neuigkeiten überprüfen oder ein paar Minuten dem neuen Lieblingsspiel widmen - Es gibt viele vermeintlich gute Gründe, um das Smartphone auch kurz vor dem Einschlafen noch zu bedienen. Zu empfehlen ist die Verwendung im Schlafzimmer allerdings nicht, wie bereits früher Studien zeigten. Das Handy-Licht bringt unsere innere Uhr durcheinander, häufig sind Einschlafprobleme die Folge.

Kurze Erblindung

Britische Ärzte berichten nun in einem Fachartikel von einem weiteren beängstigenden Phänomen. Demnach kann das Bedienen des Smartphones im Dunkeln sogar zu einer vorübergehenden Blindheit führen. Untersucht wurden zwei Frauen, die regelmäßig in der Nacht auf einem Auge erblindeten, der Zustand hielt jeweils zirka 15 Minuten an. Da sämtliche relevanten Werte - unter anderem das Vitamin A-Niveau - normal waren, musste es einen anderen Grund geben.

Missverständnis der Augen

Schnell wurde klar, dass das Phänomen bei beiden Frauen nur dann auftrat, wenn sie kurz zuvor bei ausgeschaltetem Licht ihr Smartphone bedienten. Das Problem dabei war folgendes: Sie lagen seitlich im Bett, wodurch ein Auge durch das Kissen bedeckt wurde und sich dementsprechend an die Dunkelheit anpasste. Das "Handy-Auge" hingegen gewöhnte sich an das Licht, es kam zu einem Art Missverständnis zwischen den beiden Augen.

Harmloses Phänomen

Wurde das Smartphone ausgeschaltet, war das darauf fokussierte Auge sozusagen im Rückstand, musste sich also erst an die Dunkelheit gewöhnen. Der Effekt war eine einseitige Nachtblindheit, die nach relativ kurzer Zeit eben wieder verschwand. Die beiden Frauen sind übrigens kein Einzelfall, immer wieder tauchen in Internetforen entsprechende Fragestellungen auf. So bedenklich das Phänomen auch scheint, im Grunde ist es zum Glück harmlos. Eine dauerhafte Schädigung der Augen ist dadurch nicht möglich.

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