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Eine Stunde Bewegung macht viel Sitzen wieder wett

Für immer mehr Menschen verläuft der Alltag in erster Linie sitzend. (ty - Fotolia.com)

Wenn man so möchte, befinden wir uns dank dem Anstieg der Büro-Jobs in der "Epoche des Sitzens". Aus medizinischer Sicht ist das bedenklich, doch schon ein bisschen Bewegung kann die Problematik reduzieren.

Die Fortschritte der Technik haben zwar viele Arbeitswege entscheidend erleichtert, binden aber auch viele Leute an ihren Schreibtisch. Abgesehen vom Büro-Job sorgen auch Entspannungsrituale auf der Couch - wahlweise mit Smartphone oder vor dem Fernseher - dafür, dass wir immer mehr sitzen. Das mag zwar einigermaßen gemütlich sein, tut unseren Körpern aber absolut nicht gut.

Risiken erhöht

Als direkte Konsequenz des Bewegungsmangels zählen Rückenschmerzen heute zu den häufigsten chronischen Krankheiten. Außerdem kann ein gesteigertes Risiko für Herzerkrankungen, Diabetes und manche Krebsarten mit dem häufigen Ausbleiben körperlicher Betätigung erklärt werden. Das alles klingt äußerst trist, schließlich gibt es momentan keine Anzeichen dafür, dass sich der typische Alltag bald ändern würde.

Ein bisschen reicht

Glücklicherweise ist der Mensch aber den gesellschaftlichen Veränderungen nicht hilflos ausgeliefert, denn jeder kann ganz bewusst gegensteuern. Eine neue Studie zeigt auf, dass bereits ein bisschen Bewegung pro Tag reichen kann, um die gesundheitlichen Defizite des vielen Sitzens auszugleichen. Nun ist nach einem stressigen Arbeitstag nicht jeder motiviert, noch die Laufschuhe zu schnüren, doch das ist vielleicht auch gar nicht notwendig.

Jede Bewegung hilft

Wer sich 60 Minuten körperlich betätigt - schon ein ausgedehnter Spaziergang genügt - gleicht damit 8 Stunden Sitzen wieder aus. Außerdem wurde in der Untersuchung klar, dass der Verzicht auf Bewegung noch wesentlich gefährlicher ist als das Sitzen selbst. Selbst wer nicht ganz so viel sitzt - beispielsweise bei einem Teilzeitjob im Büro - sollte sich also unbedingt sportlich zumindest ein bisschen betätigen. 

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