Partnerschaft: So schnell verlieren wir Interesse am Sex

Der Verlust am sexuellen Interesse ist in einer Beziehung leider ganz normal. (nd3000 - Fotolia.com)

Nach einigen Jahren in einer Beziehung ist Sex für viele Paare nicht mehr ganz so spannend wie noch zu Beginn der großen Liebe. Eine neue Studie zeigt auf, wer wann und warum das Interesse verliert.

Es gehört eigentlich fast zum natürlichen Verlauf einer monogamen Beziehung, dass das Interesse am Geschlechtsverkehr langsam zurückgeht. In den ersten Phasen einer Partnerschaft scheinen wir die Finger gar nicht voneinander lassen zu können, doch mit der Zeit schleicht sich im Schlafzimmer der Alltag ein. Wann - und vor allem wieso - das Interesse am Sex zurückgeht, haben britische Wissenschafter untersucht.

Frauen öfter betroffen

Sie haben insgesamt mehr als 10.000 Menschen zu dem Thema befragt. Demnach verloren 15% der Männer und 34% der Frauen im vergangenen Jahr mindestens 3 Monate lang das Interesse an Sex. Unterschiede zwischen den Geschlechtern scheint es auch in Bezug auf die "gefährdeten" Altersgruppen zu geben. Männer sind zwischen 35 und 44 besonders häufig betroffen, bei Frauen ist der Anteil in der Altersspanne von 55 bis 64 am höchsten.

Zu viele Kinder

Dementsprechend würde bei den Damen die Menopause als ein möglicher Faktor durchaus naheliegen, tatsächlich spielt sie aber wohl keine Rolle. Regelrechte Liebestöter sind scheinbar hingegen - für Eltern wohl wenig überraschend - Kinder im Haushalt. Insbesondere wenn diese noch klein sind, dürften aufregende Bettgeschichten eher ausbleiben. Körperliche sowie psychische Probleme verringern das sexuelle Interesse am Partner ebenfalls. Kritisch wird es außerdem dann, wenn die Lust am Sex unterschiedlich stark ausgeprägt ist.

Reden, reden, reden

All das sind einigermaßen stabile Konstanten, schließlich lassen sich gesundheitliche Probleme oft nicht einfach so aus dem Weg räumen. Ein leicht beeinflussbarer und ebenfalls sehr wichtiger Faktor dürften hingegen offene Gespräche sein. Wer mit dem Partner über Sex reden kann wie über jedes andere Thema auch, ist klar im Vorteil. Schon frühere Studien haben gezeigt, dass diese offenen Gespräche die sexuelle Zufriedenheit in vielen Fällen stark verbessern.

Henne und Ei

Im Allgemeinen spielt das Bettgeschehen in einer Partnerschaft eine nicht unwesentliche Rolle. Zunehmende körperliche Distanz kann einerseits auf ein seelisches Auseinanderleben hindeuten oder andererseits zu einem solchen beitragen. Wenn offene Gespräche nicht ausreichen, um ein zufriedenstellendes Sexualleben sicherzustellen, kann man auch über eine Paartherapie nachdenken.

Warum Sex gesund ist

Warum wir die Finger nicht ganz voneinander lassen sollten, erklärt Ihnen diese Slideshow: 10 Gründe, warum Sex gesund ist!

Personen, die bereits einmal einen Herzinfarkt hatten oder anderswie gefährdet sind, sollten ihr Liebesleben auf jeden Fall mit einem Arzt absprechen. Für alle anderen gilt aber, dass Sex das Risiko auf einen Herzinfarktrisiko sogar senkt. Das liegt am ausgeschütteten Stickstoffmonoxid, das für die Erektion verantwortlich ist, aber auch Herz-Kreislaufkrankheiten vorbeugt. (Kzenon - Fotolia.com)

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