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Mit Sex gegen Viren und Bakterien

Mit Sex gegen Viren und Bakterien
Die Forscher erwarten mit den neu gewonnen Informationen künftig Erbkrankheiten früher erkennen zu können. (Tatiana Shepeleva - Fotolia.com)
Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters Sexualität

Sex ist eine der schönsten Sachen der Welt. Wenn die Lust aufeinander da ist, stärkt der Akt die Beziehung. Und: Laut einer neuen Studie schützt er zusätzlich gegen Viren und Bakterien.

Durch den Austausch von genetischem Material beim Fortpflanzungsakt wird das Immunsystem der Nachkommen verbessert. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie von der Universität in Montreal (Kanada). Das Team rund um Dr. Philip Awadalla verglich dafür die genetischen Daten von 1.400 Personen. Die Forscher stellten fest: Durch Sex vermehren sich bestimmte Genome, die fehlerhafte Daten reparieren.

Sex vermehrt Immunzellen gegen Viren und Bakterien

Genome enthalten menschliches Erbgut und sind die wichtigste Basis unseres Körpers. Beim Fortpflanzungsakt werden die Gene von Mutter und Vater zusammengemischt, neues Genmaterial entsteht. Laut den Studienergebnissen werden dabei defekte Gene repariert, das Risiko an Erbkrankheiten oder Infektionskrankheiten durch Viren und Bakterien zu erkranken, gesenkt.

Wie das funktionieren soll: Ist ein Gen-Satz, z.B. der von der Mutter, beschädigt, so wird er durch die Daten des zweiten Gen-Satzes des Vaters ersetzt.

Die Forscher erwarten mit den neu gewonnen Informationen künftig Erbkrankheiten früher erkennen zu können.

Schnell erklärt: Orgasmus

Was ist ein Orgasmus? Durch sexuelle Stimulation können Frauen und Männer einen Höhepunkt erreichen: Beim Mann kommt es zur Ejakulation, bei der Frau zu rhythmischen Muskelkontraktionen. Eine Reihe von Wohlfühl-Hormone werden ausgeschüttet. (gesund.at)

Quellen

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