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Darüber reden verbessert den Sex

Reden verbessert den Sex
Sich intensiv über den gemeinsamen Geschlechtsverkehr zu unterhalten, kann dessen Qualität wesentlich erhöhen. (George Dolgikh - Fotolia.com)

Die in den USA erfolgte Markteinführung des "Viagra für Frauen" ist derzeit in aller Munde. Eine neue Studie belegt nun aber, dass es ein viel einfacheres Mittel gegen sexuelle Probleme gibt: Reden.

Vor allem in den USA wird das als "Pink Viagra" bekannte luststeigernde Mittel für Frauen heftig diskutiert. Während manche darin einen praktischen Problemlöser sehen, bekritteln andere, dass man sich damit zu etwas zwingt, worauf man gerade einfach keine Lust hat. Wenn es nach einer neuen Studie der MedUni Wien geht, muss diese Diskussion aber gar nicht erst aufkommen. Demnach kann die Qualität des Geschlechtsverkehrs schon wesentlich verbessert werden, indem man darüber spricht.

Eigentlich Studie über Oxytocin

Die Untersuchung richtete sich in erster Linie eigentlich an das als Kuschelhormon bekannte Oxytocin. Dieses wird unter anderem bei engem Körperkontakt ausgeschüttet und sorgt für ein äußerst angenehmes Gefühl von Geborgenheit. An der Studie nahmen Frauen teil, die von sexuellen Problemen - z.B. Schwierigkeiten beim Orgasmus, Schmerzen, Erregungsprobleme - betroffen waren. Sie bekamen ein Oxytocin-Nasenspray, den sie 8 Monate lang vor jedem Geschlechtsverkehr anwenden mussten.

Dialog wertvoller als Kuschelhormon

Die Teilnehmerinnen gaben zwar an, dass sich der Sex wesentlich verbessert hätte, am Oxytocin dürfte das aber nicht gelegen haben. Denn bei einer Gruppe wurde der Wirkstoff entfernt - das Nasenspray war also wirkungsloses Placebo. Auch bei diesen Frauen zeigte sich eine sehr positive Entwicklung im Liebesleben. Die Autoren der Studie schlussfolgern daher, dass der Sex besser wurde, weil die Frauen sich mit ihren Partnern intensiver über den Geschlechtsverkehr unterhalten haben. Demnach sind Missverständnisse ein häufiger Grund für sexuelle Probleme.

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