Studie: Länger leben mit Sesamöl statt Butter

Studie: Länger leben mit Sesamöl statt Butter: Butterblock aufgeschnitten.
Butter enthält gesättigte Fettsäuren. (Sea Wave - Fotolia.com)
Eine Ernährungsumstellung muss radikal sein, damit sie der Gesundheit etwas bringt. Glauben Sie das auch? Mehr Gemüse und Obst, weniger Zucker und Fett - das ist für Viele schwer umsetzbar.

Aber Fett ist nicht gleich Fett. Amerikanische Forscher fanden nun heraus, dass schon eine minimale Umstellung in der Ernährung große Auswirkungen haben kann. Wird etwa Sesamöl (ungesättigte Fettsäuren) statt Butter (gesättigte Fettsäuren) beim Kochen verwendet, sinkt das Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall,..) zu erkranken um 15 %. Die Wissenschafter der Harvard Universität untersuchten die Auswirkungen des gesteigerten Verzehrs von ungesättigten Fettsäuren auf den Körper. Das Ergebnis soll nicht von weiteren Ernährungs- oder Verhaltensumstellungen abhängig sein.

Herzgesundheit durch Linolsäure

Dieser beachtliche Effekt ist vermutlich auf die Linolsäure zurückzuführen, die in ungesättigten Fettsäuren zu finden ist. Diese wirkt Ablagerungen in den Blutgefäßen entgegen, die langfristig zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen können. Vorangegangene Studien haben gezeigt, dass der Konsum von ungesättigten Fettsäuren dazu beiträgt, den Cholesterinwert zu senken. Das wirkt sich indirekt auch positiv auf die Herzgesundheit aus. Die neue Studie zeigt aber, dass ein völliger Verzicht auf gesättigte Fettsäuren nicht nötig ist - selbst ein Austausch mancher ungesunder Fette gegen Gesunde kann schon große Auswirkungen haben. Das fanden Forscher der Harvard University heraus, als sie die Daten zahlreicher anderer Studien zu dem Thema miteinander verglichen. Wer gesättigte Fettsäuren durch ungesättigte ersetzten möchte, sollte künftig zumindest teilweise auf Fleisch, Schmalz, Butter und andere fettreiche Milchprodukte verzichten.

Einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren finden Sie in:

  • Nüssen
  • Samen
  • Hochwertigen Pflanzenölen

Überlebensrate bei Herzinfarkt steigt

Natürlich kann es trotz einer Umstellung auf ungesättigte Fettsäuren zu einer Herz-Kreislauf-Erkrankung kommen, da dies nicht der einzige Faktor ist, auslöst oder begünstigt. Rauchen, Übergewicht und zu wenige Ballaststoffe in der Ernährung zählen ebenso als Risikofaktoren. Doch wenn Menschen, die regelmäßig ungesättigte Fettsäuren essen, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleiden, ist ihre Überlebenschance um 21 % höher.

Nur hochwertige Pflanzenöle gesund

Die Empfehlung bei Pflanzenölen bezieht sich übrigens nur auf natürliche Öle. Wenn Pflanzenöle chemisch massiv verändert wurden, beispielsweise durch eine Härtung, verlieren sie nicht nur ihren gesundheitsförderlichen Effekt, sondern sind vielleicht sogar schädlicher als gesättigte Fettsäuren aus tierischen Quellen. Doch keine Sorge: Reguläre Pflanzenöle aus dem Supermarkt wurden keinem Härtungsprozess unterzogen.

Quellen

Mehr zum Thema