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5 Fragen rund ums Schwimmen

5 Fragen rund ums Schwimmen: Klares, ruhiges Wasser.
Der beißende Geruch eines Schwimmbeckens ist nicht auf Chlor alleine zurückzuführen. (VGF - Fotolia.com)

Ob im Swimming Pool, am See oder im großen Stil im Meer - Schwimmen gehört zum Sommer einfach dazu. Gesund.at liefert Antworten zu den 5 häufigsten Fragen rund um den nassen Spaß.

Jeder kennt den distinktiven, etwas beißenden Geruch eines großen Beckens in Hallen- oder Schwimmbädern. Gemeinhin wird dieser auf den hohen Chlorgehalt des Badewassers zurückgeführt, der eigentliche Grund aber ist um einiges unappetitlicher. Woher Schwimmbäder ihren Geruch wirklich haben, wie gut die Qualität der heimischen Seen ist und weiteres Wissenswertes erfahren Sie mit diesen 5 Fragen zum Schwimmen.

Riecht das Badewasser wirklich nach Chlor?

Wie steht es um die heimischen Seen?

Macht Schwimmen glücklich?

Warum können wir schwimmen?

Können immer weniger Leute schwimmen?

Frage 1 rund ums Schwimmen: Riecht das Badewasser wirklich nach Chlor?

In Hallen- und Schwimmbädern ist immer ein ganz bestimmter Geruch auszumachen, der gemeinläufig auf das Chlor zurückgeführt wird. Ganz stimmt das aber nicht, denn der genannte „Duft“ wird nur ausgelöst, wenn Chlor mit Harnstoffen in Berührung kommt. Allerdings heißt das im Umkehrschluss nicht, dass das Schwimmbad so intensiv riecht, weil jeder zweite Badegast ins Becken uriniert. Die Harnstoffe geraten auch über die Haut, Kosmetika und Schweiß ins Wasser.

Frage 2 rund ums Schwimmen: Wie steht es um die heimischen Seen?

Die europäische Umweltagentur hat unlängst eine Studie über die Qualität von Badegewässern veröffentlicht und praktisch jedem Land ein gutes Zeugnis ausgestellt. Auch Österreich schnitt sehr ordentlich ab, 99,2% der Badegewässer entsprachen den qualitativen Richtlinien. Die höchste Qualität wurde aber den Gewässern in Zypern, Luxemburg und Malta zugesprochen. Europaweit gesehen wurden lediglich 5% der Seen, Flüsse und Küstengewässer als qualitativ unzureichend eingestuft.

Frage 3 rund ums Schwimmen: Macht Schwimmen glücklich?

Betroffenen von depressiven Phasen wird nahezu immer Sport als Therapieform nähergebracht. Durch regelmäßige Bewegung werden teils dieselben Veränderungen im Hirn erwirkt wie etwa mit Antidepressiva. Schwimmen ist besonders geeignet, da man sich dabei sehr leicht, nahezu schwerelos fühlt. Das macht viele glücklich.

Frage 4 rund ums Schwimmen: Warum können wir schwimmen?

Ob ein Gegenstand schwimmen kann, hängt von seiner Dichte ab. Ist sie geringer als jene des Wassers, dann schwimmt das Objekt. Beim Menschen entspricht die Dichte zirka der des Wassers, allerdings spielt auch unsere Atmung eine Rolle. Wenn wir tiefer eingeatmet haben und sich entsprechend mehr Luft in unserer Lunge befindet, schwimmen wir leichter an der Oberfläche.

Frage 5 rund ums Schwimmen: Können immer weniger Leute schwimmen?

Was man angesichts von zahlreichen Schulangeboten fast nicht glauben kann: Die Zahl der Nichtschwimmer ist in den letzten 10 Jahren massiv angestiegen. Etwa 1/3 der erwachsenen Österreicher können gar nicht oder nur schlecht schwimmen, das sind zirka 15% mehr als noch vor einem Jahrzehnt. Dieser Trend scheint außerdem unaufhaltsam, denn gleich 40% der 10jährigen sind ebenfalls Nichtschwimmer.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Mag. Silvia Feffer-Holik
  • Erstellungsdatum

Quellen

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