gesund.at - Neuigkeiten

Fastenzeit: Experten warnen vor schwarzen Smoothies

Zumindest auf Instagram sind Black Smoothies nach wie vor äußerst populär. (Montage: lauren.love.light - Instagram.com/captainvallo - Instagram.com)

Einer der rein optisch verrücktesten Gesundheitstrends der letzten Jahre sind die sogenannten schwarzen Smoothies. Frauen, die mit der Pille verhüten, sollten davon aber eher Abstand nehmen.

Ein Trend zu sein ist in der heutigen Zeit wohl so einfach wie noch nie zuvor. Insbesondere die Foto-Plattform Instagram eignet sich hervorragend dazu, originelle Ideen effektiv zu verbreiten. Produkte, die sich auf diese Weise durchsetzen wollen, müssen naturgemäß vor allem mit optischen Auffälligkeiten glänzen. Das passt natürlich ideal für den schwarzen Smoothie, der dank Detox-Qualitäten in der Fastenzeit besonders gefragt ist.

Medikamentenwirkung gehemmt

Wichtigster Inhaltsstoff des trendigen Getränks ist Aktivkohle, die uns beim Bereinigen unseres Körpers helfen soll. Die Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) sieht einer aktuellen Aussendung zufolge aber einen großen Haken bei der Sache. Bei einer zu starken Dosierung kann Aktivkohle nämlich die Wirkung von Arzneimitteln in unserem Körper hemmen.

Bakterien weg, Baby da

Demnach müssen Frauen, die mit der Anti-Baby-Pille verhüten, beim schwarzen Smoothie besonders aufpassen. Im Extremfall könnte man sonst beim Bereinigen des Körpers für einen ganz anderen Bauchbewohner sorgen. Darüber hinausgehend zweifeln die Experten auch die Sinnhaftigkeit der außergewöhnlichen Smoothies in der Fastenzeit an.

Zucker und Kalorien

Schließlich würden einige der im Handel erhältlichen Produkte einen ungünstig hohen Zuckergehalt aufweisen. Dies ist naturgemäß vor allem bei jenen Drinks der Fall, die einen hohen Anteil an Obst oder Fruchtsäften aufweisen. Reine Gemüsesmoothies, etwa mit viel Salat oder Kräutern, haben einen wesentlich niedrigen Zucker- sowie Kaloriengehalt. Wer aktuell keine Medikamente verwendet und dem schwarzen Smoothie eine Chance geben möchte, sollte entweder selbst Hand anlegen oder aber einen längeren Blick auf die Zutatenliste werfen.

  • Autor
  • Erstellungsdatum

Quellen

Mehr zum Thema