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Schwangerschaft: Übelkeit am Morgen ist gutes Zeichen

Übelkeit während der Schwangerschaft ist natürlich unangenehm, aber für das Kind ein gutes Zeichen. (AntonioDiaz - Fotolia.com)

Von starker Übelkeit am Morgen sind vor allem in den ersten Wochen viele schwangere Frauen betroffen. So unangenehm das auch sein mag, für die Gesundheit des Babys ist es ein gutes Zeichen.

In etwa 80% aller Schwangeren haben in den ersten 3 Monaten vor allem am Morgen mit Übelkeit zu kämpfen. Die Intensität ist unterschiedlich, einige müssen sich sogar regelmäßig übergeben. Für einige Frauen ist das berüchtigte Symptom sogar erst der Auslöser, einen Schwangerschaftstest durchzuführen. Angenehm sind die Probleme zu Beginn des Tages natürlich nicht, Betroffene können sich aber mit einer neuen Erkenntnis trösten.

Daten-Recycling

Denn in den USA haben Wissenschafter nun herausgefunden, dass die Morgenübelkeit bei Schwangeren ein gutes Zeichen für die Gesundheit des Kindes ist. Analysiert wurden Daten aus einer früheren Erhebung, die den Einfluss von Aspirin auf die Schwangerschaft untersuchte. Von den fast 800 Frauen endeten die Umstände für knapp 200 mit einer Fehlgeburt.

Übelkeit reduziert Risiko

Allerdings war das Risiko um 50% geringer, wenn es in den ersten 8 Schwangerschaftswochen zu Übelkeit am Morgen kam. Bei jenen, die sich mehrere Male übergeben mussten, war die Gefahr einer Fehlgeburt sogar um 75% reduziert. Eingeschränkt werden muss, dass sämtliche untersuchte Frauen davor bereits mindestens eine Fehlgeburt hatten.

Ursachen ungeklärt

Dennoch sind die Erkenntnisse aus Sicht der Forscher für alle Frauen gültig. Damit wird auch eine urbane Legende bestätigt, schließlich wird der Morgenübelkeit schon lange ein positiver Effekt zugeschrieben. Wie genau es dazu kommt ist zwar bis heute ungeklärt, es gibt aber einige Erklärungsansätze. Als Auslöser wird ein erhöhter Spiegel des Schwangerschaftshormons HCG (Human Choriongonadotropin) vermutet.

Aber warum?

Dessen Produktion geht nach dem 3. Schwangerschaftsmonat wieder zurück, was wiederum auch das häufige Verschwinden der Morgenübelkeit erklären würde. Ähnlich unklar ist in weiterer Folge auch, wie der Zusammenhang zwischen dem Symptom und der Gesundheit des Babys zustande kommt. Eine Theorie der Studienautoren schreibt die positive Wirkung dem eben genannten HCG zu, eine genauere Erklärung dazu gibt es aber nicht.

So oder so positiv

Andere Mutmaßungen gehen davon aus, dass durch die Übelkeit bzw. das Übergeben die Nahrungsaufnahme verändert werden soll. Insbesondere könnten schädigende Stoffe abgegeben bzw. der Konsum von möglichst kohlenhydratreicher Nahrung gefördert werden. Die genauen Gründe bleiben also vorerst im Dunkeln, ein schöner Trost ist die Erkenntnis aber allemal. Immerhin hat die Morgenübelkeit ab sofort auch was Positives.

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