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Beeinflusst Progesteron die sexuelle Orientierung?

Wer während der Schwangerschaft mit Progesteron behandelt wird, beeinflusst dadurch womöglich schon die Zukunft des Kindes. (demphoto - Fotolia.com)

Viele Schwangere werden mit Progesteron behandelt, um das Risiko auf eine Fehlgeburt zu verringern. Überraschenderweise könnte das Hormon die sexuelle Orientierung des Kindes beeinflussen.

Diskussionen über die sexuelle Orientierung von Menschen werden in unserer Gesellschaft glücklicherweise immer seltener. Welches Geschlecht wir in Sachen Liebesleben bevorzugen, interessiert heutzutage kaum jemanden mehr. Dennoch dürfte jene neue Studie für Aufsehen sorgen, die unlängst am US-amerikanischen Kinsey-Institut durchgeführt wurde.

Risiko verringern

Dort haben Forscher herausgefunden, dass die Anwendung von Progesteron während der Schwangerschaft die spätere sexuelle Orientierung des ungeborenen Kindes beeinflussen könnte. Bei Progesteron handelt es sich um ein natürlich produziertes Sexualhormon, das in vielen Fällen von Ärzten zusätzlich beigegeben wird, um das Risiko auf eine Fehlgeburt zu verringern.

Andere Orientierung

Zu dem überraschenden Ergebnis kamen die Wissenschafter nach der Untersuchung von 34 Erwachsenen. Jene 17, deren Mutter während der Schwangerschaft mit Progesteron behandelt wurde, waren mit wesentlich höherer Wahrscheinlichkeit bi- oder homosexuell. Wie sich der Zusammenhang erklärt, ist den Forschern noch unklar, außerdem sollte bedacht werden, dass es sich nur um eine sehr kleine Versuchsgruppe handelte. Dennoch sollte die Rolle von Progesteron nicht unterschätzt werden.

Verschiedene Gründe

Das Hormon ist fester Bestandteil des Menstruationszyklus und ist auch zu Beginn der Schwangerschaft relevant. Progesteron hilft dem Fötus bei der Entwicklung und begünstigt einen positiven Verlauf der 9 Monate. Mediziner wenden es häufig an, um neben Fehl- auch Frühgeburten zu vermeiden. Außerdem kann damit das Geburtsgewicht der Babys erhöht werden, falls dieses ansonsten kritisch niedrig wäre.

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