Prototyp: Blutzuckermessen ohne Blut

Blutzuckermessen ohne Blut: Hand liegt auf Prototyp
So sieht der Prototyp zum blutlosen Blutzuckermessen der Princeton University aus. (Princeton University)
Wissenschafter der Elite-Universität Princeton arbeiten derzeit an einem neuen Gerät, das Blutzuckermessen ohne Blut mittels Laser-Technologie ermöglichen soll. Es gibt bereits Prototypen, diese haben aber noch keine Zulassung erhalten.

Ein neuartiger Laser soll dabei zunächst Licht in die Haut transportieren. Dort trifft es auf Zuckermoleküle, die - in Abhängigkeit vom Blutzuckerwert - einen Teil des Lichts verschlucken. Aus der Differenz zwischen abgegebenem und wieder empfangenem Licht soll sich dann der Blutzuckerwert errechnen lassen. Andere Studien brachten bereits das Ergebnis, dass der so gemessene Wert mit einer 97%igen Genauigkeit jenem im Blut entspricht. Daher ist das Gerät für Diabetiker bis jetzt noch zu ungenau.

Blutzuckermessung ohne Nadel

Das Projekt sei zwar viel versprechend, bedürfe aber noch jahrelanger Entwicklungsarbeit. Vor allem an der Gerätegröße, der Bedienbarkeit sowie einer schnelleren Messung müsse noch gearbeitet werden. Handelsübliche Blutzuckermessgeräte sind zwar günstig, klein und arbeiten präzise. Die Möglichkeit, zukünftig ohne einen Stich messen zu können, dürfte aber dennoch viele Diabetiker interessieren. Dazu müsse aber eben noch an der nötigen Verlässlichkeit und Alltagstauglichkeit gearbeitet werden.

Gleiche Methode beim Messen des Zuckergehalts von Weintrauben

Die grundsätzliche Herangehensweise ist zwar nicht neu - mittels derselben Technik wird z.B. auch der Zuckergehalt von Weintrauben schon seit längerem gemessen - die Zulassungskriterien für medizinische Produkte sind strenger, so ist Blutzuckermessen ohne Bluttropfen derzeit noch Zukunftsmusik. Das Gerät ist mit 97% Trefferquote für Diabetiker noch zu unzuverlässig. Ein anderer Vorstoß kommt von Google: Dort werden derzeit Kontaktlinsen entwickelt, die den Blutzuckergehalt über die Tränenflüssigkeit messen sollen.

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  • Redaktionelle bearbeitung Elisabeth Mondl
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