Oh, du schlanke Adventzeit!

In der Adventzeit nur Gurken und Blattsalat? Muss nicht sein! Hin und wieder dürfen Sie genussvoll schlemmen! (rainbow33 - Fotolia.com)

Das Angebot an kulinarischen Köstlichkeiten sprengt in der Adventzeit nicht nur den Rahmen, sondern auch den Hosenbund. Tipps, wie Sie einem unerwünschten Gewichtsplus auf genussvolle Weise trotzen.

Nussecken von Tante Mitzi, ein stolz präsentierter Turbopunsch von Onkel Herbert und die neueste Strudelkreation von der neuerdings backaffinen Kollegin. Und dann gibt es auch noch ihn - den Satz, der alle Waagen im Kollektiv zur Verzweiflung bringt: „Das musst du einfach probieren!“ Wie können Sie Ihren Stoffwechsel trotz „Vanillekipferlüberproduktion“ auf Trab halten? Und wie bleibt der Genuss trotz Schlankheitsbewusstsein nicht auf der Strecke?

Slideshow: 6 Kekse im Kalorienvergleich

1 Mürbteigkkeks liefert im Durchschnitt 70 Kalorien. (Ideenkoch - Fotolia.com)

Überblick 

Gewürze als Stimmungsmacher

Der Duft von Zimt, Gewürznelken und Kardamom schürt die Vorfreude auf Weihnachten. Dabei jubeln nicht nur die Sinne, sondern auch der Stoffwechsel. Eine Prise Kardamom verleiht der gewohnten Tasse Kaffee ein festliches Aroma und reduziert ganz nebenbei Völlegefühle. Nelken kurbeln die Produktion des Glückshormons Serotonin an. Davon profitieren sowohl die Stimmung als auch das Verdauungssystem. Der glücklich machende Botenstoff regt nämlich auch den Darm an. Zimt darf in der Weihnachtsbackstube ebenfalls nicht fehlen. In der getrockneten Rinde des Zimtbaums ist ein Wirkstoffgeflecht enthalten, das den Blutzuckerspiegel senkt und ganz nebenbei die Süßkraft von Lebensmitteln intensiviert. Backwaren benötigen so weniger Zucker.

Wärmende Teemomente  

Wenn das Quecksilber unter Null klettert, sehnen wir uns nach Wärme. Eine dampfende Tasse Tee bringt den Körper auf wohlige Weise auf Betriebstemperatur. Ungezuckerter Tee bietet darüber hinaus eine effiziente Möglichkeit, den Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen, ohne gleichzeitig Kalorien zu liefern. Ausgefallene Teesorten mit Karamell- oder Schokoladegeschmack dämpfen zudem den Gusto auf Süßes. Eine ähnliche Wirkung hat selbst zubereiteter Ingwertee. Die scharfe Knolle bekämpft Heißhungerattacken und bringt den winterlahmen Stoffwechsel auf Trab.    

Knack´ die Nuss!

In der Adventzeit werden überall Nüsse aller Art angeboten. Greifen Sie zu! Nüsse beinhalten zwar viele Kalorien, allerdings tummeln sich in ihnen auch reichlich gesundheitsfördernde Substanzen. Übrigens: Der Superstar unter den Nüssen ist die Walnuss. Sie hat nicht nur einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislaufsystem, sondern besänftigt auch unsere Nerven. Ein reduziertes Stresslevel ist in der Adventzeit schließlich nie verkehrt. Tipp: Nüsse ergänzen auf gesunde Weise den Adventteller. Ebenso dürfen Äpfel und Mandarinen zwischen Keksen und Schokolade Platz finden.

Gesundheit aus dem Stanitzel

Maroni sind im wahrsten Sinne des Wortes ein heißer Tipp für figurbewusste Menschen. Durch den hohen Kohlenhydratanteil fungieren sie als Energiespender und Sattmacher zugleich. Ihre Bezeichnung als „Brot der Armen“ lässt erahnen, welches Kraftpotential sich in der Edelkastanie verbirgt. Tatsächlich tummeln sich in den braunen Nussfrüchten gesunde Inhaltsstoffe wie Vitamin E, C, sämtliche B-Vitamine, Betacarotin sowie Kalzium und Eisen.

Kekse und Co im Kalorienvergleich

Im Durchschnitt liefert ein Kekserl 70 Kalorien. Nicht viel, könnte man meinen! Leider bleibt es selten bei einem Stück. Wer bewusst zu den kalorienarmen Konsorten greift, hält einige Kalorienteufelchen von sich fern.

 Sorte

Durchschnittlicher Kaloriengehalt

Windgebäck

35 kcal / Stück

Kokosbusserl

35 kcal / Stück

Lebkuchen

40 kcal / Stück

Vanillekipferl

48 kcal / Stück

Marzipankartoffel

50 kcal / Stück

Teegebäck

55 kcal / Stück

Spekulatius

60 kcal / Stück

Mürbeteigkekse

70 kcal / Stück

Gebrannte Mandeln

135 kcal / 25g Portion

Schokonikolaus

550 kcal / 100g

Naschpaket schnüren

Naschpaket? Na das klingt doch mal nach einem ausbaufähigen Plan. Noch dazu nach einem mit vernünftigem Hintergrund. Ihr Unterbewusstsein kann sich mit dem Wörtchen „nicht“ nämlich so rein gar nicht identifizieren. Im Gegenteil: Es baut aus der Negierung eine Aufforderung. Aus „kein Keks“ wird dann schnell mal eben „ein Keks“. Nicht im Sinne des Erfinders. Gönnen Sie Ihrem nach Genuss lechzenden Gehirn ab und zu seinen Tribut. Befüllen Sie eine kleine Box mit 4 Lieblingskeksen und genießen Sie diese ganz bewusst und ohne schlechtem Gewissen.

Hin und wieder einfach nur genießen...

Und wenn Sie dennoch einmal über die Stränge geschlagen haben? Macht nichts! Versuchen Sie einen Kompromiss zu finden – Sie müssen in der Adventzeit weder darben, noch bis zum Umfallen alles in sich hineinschaufeln. Gleichen Sie Schlemmerorgien aus, indem Sie am darauffolgenden Tag einfach mehr Bewegung machen oder einen Obsttag einlegen. So muss niemand auf etwas verzichten. Und das Vitaminkonto freut es obendrein.

 

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