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Stress, Schlaf und das Phänomen Sonntagsnacht

Stress und Schlafprobleme gehen oft Hand in Hand. (Africa Studio - Fotolia.com)

Der 17. März ist der Weltschlaftag, doch für mehr als jeden dritten Österreicher ist dies kein Grund zu feiern. Schlafprobleme sind weit verbreitet und hängen oft sehr eng mit Stress zusammen.

Wenn wir nach einem langen anstrengenden Tag endlich ins kuschelweiche Bettchen kriechen können, haben wir uns eigentlich eine ruhige Nacht verdient. Für viele Menschen kommt es dann aber oft anders als man denkt, denn Schlafprobleme sind weit verbreitet. In Österreich sind offiziellen Zahlen zufolge 37% davon betroffen. Verglichen mit den 75%, die die selbe Statistik in den USA ausspuckt, ist das eigentlich nahezu harmlos.

Psyche oft Auslöser

Nach Definition wird von Schlafproblemen erst dann gesprochen, wenn der Betroffene zumindest 3 Mal pro Woche mit einer unruhigen Nacht zu kämpfen hat. Klassische Formen sind Einschlaf- und Durchschlafstörungen sowie ein unerwünscht frühes Erwachen am Morgen. Theoretisch sind auch körperliche Ursachen möglich, tatsächlich ist aber meistens die Psyche schuld an den Schlafproblemen.

Schlaflos dem Montag entgegen

So hat in den letzten Jahren Stress als Auslöser immer mehr an Bedeutung zugenommen. Ein mittlerweile weit verbreitetes Phänomen ist die sogenannte "Sonntagsnacht". Selbst Menschen, die ansonsten eigentlich sehr gut schlafen, haben in der Nacht auf Montag häufig mit Einschlafproblemen zu kämpfen. Dies trifft vor allem Berufstätige, die der Gedanke an die bevorstehende Arbeitswoche nervös macht.

Ein Schläfchen zwischendurch

Freizeitstress bzw. private Probleme dürfen als Schlafräuber ebenso wenig unterschätzt werden. Prinzipiell gilt, dass eine gute psychische Balance der wichtigste Baustein für eine gute Nacht ist. Wenn Sie sich gestresst fühlen, sollten Sie auch einmal ganz bewusst abzuschalten versuchen. Viele Chefs akzeptieren einen kurzen Power Nap während der Arbeitszeit, da das kurze Schläfchen bewiesenermaßen sogar die Arbeitsleistung steigert. Und denken Sie daran, dass ein ruhiger Tagesausklang manchmal mehr Kraft spendet als ein aufregendes Abendprogramm.

Risiko erhöht

Experten empfehlen Erwachsenen 7 bis 9 Stunden Schlaf pro Tag, bei Kindern sollte es je nach Alter noch etwas mehr sein. Treten Schlafprobleme regelmäßig auf, leidet die Psyche fast zwangsläufig darunter. Auch unser Körper kann auf Schlafmangel drastisch reagieren, da etwa das Risiko auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen stark ansteigt. Der richtige Arzt bzw. die passende Therapie sind naturgemäß von der genauen Ursache abhängig. Ein Allgemeinmediziner kann hierfür eine erste Einschätzung vornehmen. 

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