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Spermien stoppen: Verhütung per Knopfdruck

Spermien stoppen: Verhütung per Knopfdruck
Dieses kleine Ventil soll ungewollte Schwangerschaften vermeiden und mit einem einfachen Knopfdruck eingeschalten werden. (Bimek / PES Innovation AG)

Wer braucht die Pille für den Mann, wenn es ein Samenleiterventil gibt? Diese Frage stellt ein deutscher Unternehmer, der mit einer originellen Verhütungsmethode den Markt revolutionieren möchte.

Wenngleich die Pille und das Kondom immer noch die bevorzugten Verhütungsmethoden sind, gingen die Zahlen zuletzt leicht zurück. Menschen entscheiden sich nun öfters für alternative Möglichkeiten, eine unerwünschte Schwangerschaft zu vermeiden. Diesen Trend möchte auch der Berliner Clemens Bimek nutzen, dessen Erfindung aber wohl nicht vor 2019 auf den Markt kommen wird.

Schalter im Hodensack

Hierbei handelt es sich um ein winziges, Bimek SLV genanntes Gerät, das per Knopfdruck bedient werden kann. Dies ist ein kleines Ventil, das in die Samenleiter implantiert wird. Dort soll es, wenn eingeschalten, dafür sorgen, dass beim Samenerguss keine Spermien ausgeschieden werden. Diese werden seitlich abgeleitet, vom Körper als Fremdkörper erkannt und in weiterer Folge abgebaut. Mit einem Schalter, der im Hodensack zu ertasten ist, kann das Ventil ausgeschaltet werden. So kann der Mann mittels Knopfdruck seine Zeugungsfähigkeit wiederherstellen.

Noch in der Testphase

Die Umstellung von "zeugungsfähig" auf "zeugungsunfähig" ist allerdings nicht ganz so einfach. In etwa ein halbes Jahr sollte trotz der vermeintlichen Spermien-Blockade mit anderen Mitteln zusätzlich verhütet werden. Erst nach dieser Zeit bzw. rund 30 Samenergüssen reicht das Ventil als Verhütung aus. Vorerst befindet sich das Produkt aber ohnehin erst in der Testphase. Noch in diesem Jahr soll eine Studie gestartet werden, bereits 200 Männer sollen sich für diese angemeldet haben. Der Einsatz des Ventils dauert etwa 30 Minuten und wird bei eventueller Markteinführung in etwa 5000€ kosten.

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