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Salz pusht das Immunsystem

Salz
Der Körper lagert Salz in Wunden ein, um sich vor Bakterien zu schützen. (photocrew - Fotolia.com)

Um Wunden vor Infektionen zu schützen, lagert der Körper Salz in betroffene Hautstellen ein. Dadurch werden eindringende Bakterien besser abgewehrt.

Das fand ein Forscherteam der Universität Regensburg heraus. Verletzte Mäuse bilden Salzeinlagerungen in Wunden. Ausgehend von dieser Beobachtung, begannen sie eine Untersuchung auf zellulärer Ebene. Das Ergebnis: Immunabwehrende Zellen, sogenannte Makrophagen, werden durch das vermehrte Salz angeregt. Der Körper streut quasi Salz in seine eigenen Wunden. Salz wird demnach als "Botenstoff" verwendet, um dem Immunsystem zu signalisieren: Jetzt besteht Gefahr, tu etwas dagegen! Eine salzreiche Ernährung schützt jedoch nicht vor Infekten, so die Forscher. Auch äußerlich darf pures Salz niemals auf Wunden aufgetragen werden.

Salzspeicherung als Altersproblem

Wie genau die Haut Salz ansammelt, um Wunden zu schützen, ist bislang noch ungeklärt. Die Forscher beobachteten jedoch, dass mit zunehmendem Alter generell mehr Salz in der Haut gespeichert wird. So könnte der Zusammenhang zwischen vermehrtem Salzkonsum und Bluthochdruck erklärt werden: Möglicherweise läuft ein Prozess der Immunabwehr fehl, und der Körper behält mehr Salz, als er eigentlich braucht. Das führt zu chronischen Entzündungen, und der Blutdruck steigt.

Therapie gegen Bluthochdruck?

Wenn Wissenschafter besser verstehen, wie Salz in Wunden zum Einsatz kommt, könnten sich neue Therapiemöglichkeiten. So könnten Bluthochdruck und Entzündungsprozesse besser therapiert werden.

Quellen

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