gesund.at - Neuigkeiten

Richtig Abschalten nach der Arbeit

Auf dem Sofa zu lümmeln ist eine Art der Entspannung, ist aber nicht unbedingt für jeden das Richtige. (Евгения Фриман - Fotolia.com)

Damit der Stress nicht Überhand nimmt und Burnout nicht zur echten Bedrohung wird, ist es wichtig, nach der Arbeit richtig abzuschalten. Ganz so einfach ist das aber nicht, denn Erholung muss gelernt sein.

Psychische Überlastung durch zu viel Stress in der Arbeit mündet in der heutigen Zeit nur allzu oft in einem Burnout. Sich ausgebrannt fühlen, das lässt sich eben kaum vermeiden, wenn man nach der Arbeit nicht richtig abschalten kann. Gerne wird in diesem Zusammenhang über die ständige Erreichbarkeit diskutiert, schließlich bleibt das ein oder andere Diensthandy auch abends noch eingeschalten.

Zeitdruck als Problem

Experten verweisen aber darauf, dass diese Problematik nur für einen kleinen Teil der arbeitenden Bevölkerung gilt. Relevanter ist, unter welch großem Zeitdruck ein Mensch während seiner Berufsausübung steht. Wer gestresst ist, muss viel Energie mobilisieren, die am Abend in vielen Fällen nicht mehr effektiv abgebaut werden kann.

Symptome

Ob wir unsere Arbeit im Unterbewusstsein mit nach Hause nehmen, ist für uns selbst manchmal gar nicht so leicht festzustellen. Hier hilft es, den Partner bzw. Mitbewohner zu fragen, ob man einen gestressten Eindruck macht. Klassische Symptome sind Gereiztheit und Verärgerung oder aber ein nachlassendes Interesse am Alltag. Wer auch dann müde ist, wenn er eigentlich noch voller Energie sein sollte - also etwa am Vormittag - muss dies als Alarmzeichen ernst nehmen.

Individuelle Strategien

Es ist essentiell, die bestehende Freizeit möglichst gut zu nützen, um sich zu erholen. Dabei sind die Bewältigungsmechanismen durchaus individuell. Soziale Interaktion kann von einem Menschen als stressig empfunden werden, während es ein anderer als zutiefst entspannend erlebt. Dementsprechend ist auch das klassische Bild vom geistigen Abschalten auf der TV-Couch nicht zwangsläufig repräsentativ.

Lieber kurze Urlaube

Wichtig ist, sich selbst zu hinterfragen und aktiv zu überprüfen, wie man am besten entspannt. Zumindest bezüglich der Urlaubsgestaltung kann aber eine allgemein gültige Regel aufgestellt werden. Studien konnten zeigen, dass langer Urlaub nicht erholsamer ist als kurzer. Daher ist es sinnvoller, die Urlaubstage auf mehrere kurze Einheiten aufzuteilen als der Arbeit beispielsweise gleich 4 Wochen am Stück fernzubleiben.

  • Autor
  • Erstellungsdatum

Quellen

Mehr zum Thema